Ominöser Koks-Kauf

von Redaktion

Bildhauer Tregor erneut vor Gericht

Er ist einer von Münchens bekanntesten Bildhauern: Nicolai Tregor (76) schuf die Büste des Monaco Franze an der Münchner Freiheit. Doch jetzt hat der Schwabinger Künstler Ärger mit der Justiz: Er soll Kokain gekauft haben.

Zwei Bier bei einem Freund bestellen: Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Doch in der Drogenszene sind zwei Bier das bekannte Synonym für zwei Gramm Kokain. Das wusste auch Nicolai Tregor, wie er zugibt, als er einem Spezl diese Bestellung per WhatsApp durchgegeben hatte. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht wegen Drogenerwerbs verantworten – es ist bereits sein zweiter Prozess.

Denn schon im Januar hatte Tregor vom Amtsgericht eine Geldstrafe über 3200 Euro kassiert. Das Urteil griff er an: Daher kam es jetzt zum neuen Prozess. Dort sah es gestern aber gar nicht gut aus für Tregor. Denn: Ein Polizist spielte die Originalaufnahmen der Koks-Bestellung vor. Und die klangen ernst – schlecht für Tregor, der stets behauptet hatte, dass er sich nur einen Spaß erlaubt hatte bei seinem Spezl. Letzterer war Dealer und wurde von der Polizei verhaftet. „Mit so was macht man keine Späße“, sagte der Richter. Der Prozess dauert an. ANDREAS THIEME

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