Ausnahmezustand auf den Straßen

von Redaktion

Bahnstreik, Blitzmarathon und Radl-Demo – Freitag und Sonntag drohen Staus

VON NADJA HOFFMANN UND SASCHA KAROWSKI

Jetzt wird’s eng – oder teuer. Oder es kommt gleich zum Stillstand. Blitzmarathon und Bahnstreik sorgen heute für Ausnahmezustand im Verkehr. Am Sonntag folgt die große Radl-Demo.

Bahnstreik

Streik am Bahnsteig: Die Aufforderung der Gewerkschaft der Eisenbahner (EVG) ruft ihre Mitglieder dazu auf, am heutigen Freitag die Arbeit niederzulegen. Das trifft auch München mit Wucht – insbesondere Pendler müssen sich etwas einfallen lassen. Denn zwischen drei Uhr am Freitagmorgen und elf Uhr am Vormittag stehen neben den Regionalzügen wohl auch die S-Bahnen still. Ob es doch die ein oder andere Ausnahme geben wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Noch bis in den Nachmittag hinein dürften die Auswirkungen des Streiks zu spüren sein. Vor allem im Fernverkehr, da die Züge am Morgen gar nicht erst auf die Strecke gebracht werden können. Wer also mit der Regional-, S-Bahn oder auch dem ICE zur Arbeit nach München kommt, sollte sich für Freitag eine Alternative überlegen oder – wenn möglich – im Homeoffice bleiben. Der ÖPNV in München ist diesmal nicht betroffen. Busse, U-Bahnen sowie Tram sollten am Freitagvormittag ganz normal in Betrieb sein. Reisende sollten sich allerdings darauf einstellen, dass die Bahnen voller sein werden als sonst, da S-Bahn-Fahrgäste auf eine Alternative ausweichen müssen.

Blitzmarathon

Bei der 24-stündigen Kontrollaktion achtet die Polizei heute verstärkt auf Raser und möchte für die Sicherheit im Verkehr sensibilisieren. Von sechs Uhr bis zum morgigen Samstag um sechs Uhr wird dazu an rund 1800 Messstellen in ganz Bayern kontrolliert. Eine Übersicht aller Kontrollen ist vorab unter www.innenministerium.bayern.de abrufbar. Rund 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie Beschäftigte der Gemeinden und der kommunalen Verkehrsüberwachung sind dazu laut Innenministerium im Einsatz.

Radl-Demo

München, genauer, der Königsplatz wird am Sonntag Ziel von bis zu 10 000 Fahrradfahrern sein. Davon geht der Veranstalter der großen Sternfahrt aus, mit der sich der Fahrradclub ADFC für eine bessere Radinfrastruktur einsetzt. Das Polizeipräsidium München bereitet sich auf einen Großeinsatz vor, den Steffen Küpper organisiert. Der Leiter der Verkehrsabteilung schätzt 8000 bis 10 000 Teilnehmer als realistisch ein, sagt aber auch: „Die genaue Zahl wird vom Wetter abhängen.“ Denn: Die Radler sind teils seit frühmorgens unterwegs und starten weit draußen im Umland auf ihren Routen. Insgesamt gibt es 16 Radl-Demozüge, die Kurs auf die Landeshauptstadt nehmen. „Die Beeinträchtigungen werden massiv sein“, schätzt der Einsatzleiter. Denn der ADFC hat auch durchgesetzt, dass ein Teil der Fahrt über die A96 verläuft. Die Autobahn wird zwischen dem Mittleren Ring und der Ausfahrt Gräfelfing gesperrt, wahrscheinlich zu einem Zeitpunkt zwischen 13 bis 15 Uhr. Für 15 Uhr ist dann der Beginn der großen Abschlusskundgebung am Königsplatz geplant. Alle Detail-Infos zu den Routen unter www.adfc.de.

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