Riem: SPD will mehr Polizei und Prävention

von Redaktion

Mehr Polizei in der Messestadt – das will die SPD. Grund sind die Vorfälle aus dem Bereich der Jugendkriminalität im vergangenen Jahr: Ein Mord in Zusammenhang mit Drogenhandel, Silvester-Randale bei den Riem-Arcaden und Angriffe auf Polizeibeamte waren die gravierendsten Fälle. Außerdem wünscht sich die SPD mehr Prävention durch Unterstützung von Jugendarbeit.

Die SPD Trudering-Riem hat in den vergangenen Monaten an Lösungen gearbeitet. Unter anderem brachte sie Akteure aus dem örtlichen Sozial- und Bildungsbereich und die Polizei bei einem gemeinsamen Gespräch zusammen. Jetzt legen die lokalen Sozialdemokraten ein Antragspaket vor. „Die Fälle von Jugendkriminalität sind erschreckend und dürfen weder ignoriert werden noch unbeantwortet bleiben“, sagt SPD-Vize Stefan Blomberg. Er sieht Stadt und Land gleichermaßen in der Verantwortung. „Es ist aber auch völlig klar: Es handelt sich bei den Tätern um eine kleine Gruppe – nicht um alle Jugendlichen.“ Das bestätige auch die örtliche Polizei. Die meisten Menschen fühlten sich in der Messestadt wohl und lebten gerne dort.

Beim Thema Prävention setzen die Genossen etwa auf einen speziellen Jugendtreff für Zehn- bis 14-Jährige und den Ausbau von Streetwork- und Jugendamtsstellen. Zusätzlich sollen mehr Schulpsychologen die Jugendlichen unterstützen und Möglichkeiten für Therapieangebote in der Schule ausgelotet werden.  ska

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