Damit wird für Preissicherheit und Kostentransparenz gesorgt: Ab 1. September gibt es in München den gesetzlich geregelten Festpreis beim Taxifahren. Der Stadtrat hatte das deutschlandweite Projekt Ende Juli beschlossen (wir berichteten). Was also bislang zum Beispiel für die Fahrten vom Hauptbahnhof zum Flughafen (95 Euro) oder vom Flughafen zur Messe (85 Euro) galt, ist jetzt für das gesamte Tarifgebiet möglich. „Ein enormer Fortschritt für das Gewerbe und natürlich für die Taxinutzer“, freut sich Christian Hess, Geschäftsführer bei Isarfunk. „Vor Fahrtantritt zu wissen, was die Fahrt kostet, schafft Vertrauen bei der Kundschaft“, hofft Hess.
Bedingung für den Festpreis: Das Taxi muss bestellt werden, entweder über eine Zentrale oder eine App. Taxis, die man am Straßenrand oder am Stand bekommt, rechnen wie zuvor nach Taxameter ab. „Der Anrufer nennt seinen Start- und Zielort, und wir bestätigen ihm dann auf Basis der kürzesten Strecke seinen Festbetrag“, erklärt Jürgen Dinter, Marketingleiter bei Isarfunk. „Diesen kann er annehmen oder doch lieber das Taxameter zählen lassen.“ Aber schon die Tatsache, dass der Festpreis stets auf der kürzesten Fahrstrecke basiert, werde sich für den Verbraucher auszahlen, so Hess weiter. Ebenfalls positiv für die Kunden: Der Zeittarif, der besonders bei Staus die Taxikosten in die Höhe treibt, fällt beim Festpreis weg. Die Festpreise sind in einem Bereich festgelegt, der von fünf Prozent unter den Preisen der Taxi-Tarifordnung bis zu 20 Prozent darüber reicht. Derzeit werden die Taxikollegen geschult, heißt es bei Isarfunk. Und man ist sich sicher: „Im Festpreis liegt die Zukunft des Taxigewerbes.“ mm