IN KÜRZE

Altstadt: Taxifahrer rassistisch beleidigt Berg am Laim: Auto erfasst Fußgängerin Isarvorstadt: Brand in italienischem Lokal Diesel: Umwelthilfe plant erneut Klage

von Redaktion

Zwei Taxigäste haben ihren Fahrer in der Nacht zu Samstag erst fremdenfeindlich beschimpft und ihn dann geschlagen. Opfer ist laut Polizei ein 56-Jähriger, der im Landkreis München lebt, aber gebürtig aus Nigeria stammt. Er wurde gegen 0.30 Uhr bei einer Fahrt in der Altstadt von zwei Münchnern (33 und 34) beleidigt. Als der Fahrer sie bat, auszusteigen, eskalierte die Situation. Der 34-Jährige schlug den Nigerianer, der wiederum mit einem Schubser antwortete. Daraufhin kam der Schläger zu Fall und verletzte sich. Gegen alle drei Beteiligten wird ermittelt.  nah

Die Polizei ermittelt bei einem Verkehrsunfall, zu dem es am Mittwochabend in Berg am Laim gekommen ist. Dabei wurde eine 22-jährige Fußgängerin schwer verletzt. Die junge Frau befand sich gegen 22.45 Uhr an der Kreillerstraße. Auf Höhe der Hausnummer 211 ging sie auf die Fahrbahn, obwohl die dortige Ampel nur mehr in Gelblicht blinkte. Laut Polizei wurde die Frau vom Wagen eines Erdingers (40) erfasst, der von rechts kam.  nah

Vermutlich ein technischer Defekt ist laut Polizei Ursache für einen Brand, zu dem es in der Nacht zu Donnerstag in einem italienischen Lokal an der Holzstraße im Glockenbachviertel (Isarvorstadt) gekommen ist. Gegen 4.40 Uhr wurden die Nachbarn in dem vierstöckigen Wohn- und Geschäftshaus durch schrillende Rauchmelder geweckt. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brandherd in dem Restaurant im Erdgeschoss lokalisieren und löschen. Die Schadenshöhe ist noch unklar, verletzt wurde niemand.  nah

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der VCD kritisieren die Abschwächung des Diesel-Fahrverbots in München. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch droht sogar mit einer Klage: „Sollte die Stadt nicht von den Plänen absehen, werden wir erneut vor Gericht ziehen.“ Wie berichtet, hatte der Stadtrat Ende Juli mit breiter Mehrheit eine Verschärfung des Diesel-Fahrverbots abgelehnt. Somit bleiben nur Autos der Schadstoffklasse Euro 4 und schlechter innerhalb und auf dem Mittleren Ring ausgesperrt. Ausnahmen gibt es für Anwohner, Lieferverkehr und Handwerker. Resch bewertet dies als „Schlag ins Gesicht für alle Bürger in München, die an Asthma oder Atembeschwerden leiden“. SPD und Grüne stellten die Interessen der Autolobby über die Gesundheit der Menschen. Der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert, hält die Entscheidung für fahrlässig, da die EU plane, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid bis 2030 weiter zu verschärfen. Aktuell laufen allerdings auch Musterklagen, deren Ziel es ist, das Diesel-Fahrverbot in München komplett zu kippen.  kv/ots

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