Ausweichverkehr nervt Laimer

von Redaktion

Immer mehr Autos und Lkw in der Agricolastraße – Anwohner fordern Gegenmaßnahmen

VON ELENA DANGEL

Zu viele Autos und Lastwagen: Die Anwohnerinnen und Anwohner der Agricolastraße in Laim wollen etwas gegen den Durchgangsverkehr unternehmen. Über zwei Kilometer zieht sich die Straße von der Landsberger Straße im Norden bis zur Lindauer Autobahn im Süden durch die Wohngebiete von Laim und Kleinhadern. Das Problem: Umliegende Bauarbeiten haben zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen in der Straße geführt.

An der Gotthardstraße wird an der U-Bahn-Verlängerung gebaut und die Reutterstraße, eine Parallelstraße, ist auch wegen Bauarbeiten noch einige Wochen gesperrt. „Wir merken stark die Ampelperioden, wenn es grün ist“, sagt Christina Jonas. „Vor allem im Berufsverkehr, aber auch der Lkw-Verkehr hat sehr zugenommen.“

Bereits 2022 hatte sie die Stadt gebeten, eine sogenannte Topo-Box zur Verkehrsmessung aufzustellen. Die stand dann auch an der Ecke Agricolastraße und Rechpacherstraße – allerdings in den Sommerferien und als die nördliche Einfahrt der Straße durch Bauarbeiten gesperrt war. Das Fazit damals war deshalb wenig überraschend: leichter bis mäßiger Verkehr. „Wir würden uns einfach nur wünschen, dass Handlungsbedarf gesehen wird und wir ernst genommen werden“, so Jonas.

Sachbeschädigungen wie abgefahrene Spiegel sollen zugenommen haben, berichten die Anwohner. Und auch die Schulwegsicherheit liegt ihnen am Herzen. Auf den Bürgersteigen parkende Autos machen das Problem in der schmalen Agricolastraße auch nicht besser. „Wir würden gerne eine weitere Topo-Box aufstellen lassen, diesmal nicht in den Sommerferien und auch auf der Bürgerversammlung im Oktober noch mal das Thema ansprechen“, so Jonas.

Ein entsprechender Antrag für die Topo-Box wurde von den Grünen im Bezirksausschuss Laim (BA) bereits auf den Weg gebracht. Auch Bodenschwellen oder Blumenkübel, um den Verkehr in der 30er-Zone auszubremsen, wären eine Idee. Die Polizei hat in der Agricolastraße keine nennenswert erhöhten Zahlen für Unfälle oder Sachbeschädigungen vermelden können. „Drei mehr als im Vorjahr. Das ist keine Häufung“, sagt Sprecher Peter Werthmann.

Aktuell wird die Tram-Westtangente entlang der Fürstenrieder Straße geplant, eine wichtige Hauptverkehrsachse, die ebenfalls parallel zur Agricolastraße verläuft. Auch von dieser Baustelle erwarten die Anwohner negative Auswirkungen auf die umliegenden Straßen.

Handlungsbedarf sehen sie aber schon jetzt. Sie wollen dafür kämpfen, dass die Agricolastraße eine Anwohnerstraße bleibt und keine Durchgangsstraße wird.

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