Fahrerflucht im Hasenbergl: Polizei ermittelt Münchnerin (27)

von Redaktion

Sie sei so geschockt gewesen, dass sie einfach weiterfuhr. Jetzt konnte die Polizei die Frau, die am Donnerstag vor einer Woche ein Mädchen (4) im Hasenbergl angefahren hat, ausfindig machen. Es handelt sich um eine 27-Jährige Münchnerin. Gegen sie wird jetzt wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Wie berichtet, wurde das Mädchen am 12. Oktober von einem Auto erfasst, als die Kleine plötzlich zwischen zwei geparkten Autos an der Aschenbrenner Straße auf die Fahrbahn lief. Das Auto fuhr einfach weiter. Autoteile am Unfallort im Zusammenspiel mit Zeugenaussagen brachten die Ermittler auf die Spur der Fahrerin. Bei einer gezielten Überwachung des Unfallorts konnte die Polizei laut Torsten Walter, stellvertretender Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsunfallaufnahme, ein Auto identifizieren, das den Zeugenbeschreibungen entsprochen habe. „Man konnte den Spurenbeweis dann entsprechend zuordnen.“ Die Fahrerin habe bei der Vernehmung den Unfall eingeräumt, sie stand unter Schock. Dem Mädchen gehe es den Umständen entsprechend gut. Es erlitt einen Beinbruch und eine Platzwunde.

In München kam es 2022 zu 12 584 Unfällen mit Fahrerflucht. Das ist rund ein Viertel aller Verkehrsunfälle, die 2022 passiert sind. Bei über drei Viertel handelte es sich um Parkfluchten – es wurden parkende Autos angefahren.  dap

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