Sie halten ihre Urkunden in der Hand, strahlen übers ganze Gesicht – und das Publikum applaudiert. Die Lebenshilfe Werkstatt München (LHW) hat 75 ihrer Jubilare, Menschen mit Behinderung, im Augustinerkeller geehrt. Einige davon sind bereits seit 45 Jahren dort angestellt.
Ebenfalls auf der Bühne gefeiert wurden 23 sogenannte Freisprechler, die nach einer zweijährigen Orientierungsphase in den Arbeits- und Werkstattbereich übertreten dürfen. Unter den insgesamt 270 Gästen waren auch viele stolze Angehörige. An die Mitarbeiter gerichtet sagte Anita Mitterer, Geschäftsführerin der LHW: „Wir sind dankbar für Ihren Einsatz in unserem Unternehmen und stolz auf Ihre langjährige Zugehörigkeit.“
Die Lebenshilfe Werkstatt betreibt in München und Umgebung vier Standorte mit insgesamt 620 Angestellten. „Die Menschen mit Behinderung arbeiten etwa in einer Kaffeerösterei, einem Café oder auch in der Fertigung für BMW“, erklärt Elke Hey von der LHW. „Einige sind auswärts tätig, etwa beim FC Bayern Campus oder im Landtag.“ Die Arbeit dort soll Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung eine Tagesstruktur, Förderung und Hilfe im Alltag bieten – dabei stehen ihre Würde, Unabhängigkeit und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt.
Nach dem offiziellen Teil folgte ein Essen für die Gäste – bevor es dann alle auf die Tanzfläche zog. nba