Der Black Friday ist der längste Tag des Jahres. Früher war der Schnäppchen-Freitag 24 Stunden lang – mittlerweile dauert das Festival der kleinen Preise ein bis zwei Wochen. Offiziell geht es bei Amazon heute mit der „Black Week“ los. Höhepunkt ist der Black Friday am 24. November, drei Tage später folgt der Cyber Monday. An diesen Terminen orientieren sich auch Konkurrenten von Otto bis Media Markt. Es lohnt sich also bereits jetzt, im Internet nach Angeboten zu suchen. Wir liefern die wichtigsten Tipps zum Black Friday, an dem Käufer heuer laut Preisportal Idealo im Schnitt 319 Euro ausgeben wollen. • So viel Ersparnis ist drin: Rabatte von 30, 40, 50 Prozent und mehr, die viele Händler versprechen, sind reine Fantasie. Basis solch unseriöser Berechnungen sind oft unverbindliche Preisempfehlungen, die eh niemand zahlt. Im Schnitt waren beim Black Friday 2022 gegenüber den normalen Preisen vom Oktober sechs Prozent Rabatt drin. Nur jedes zehnte Angebot war um 20 Prozent oder mehr reduziert. Insgesamt waren 63 Prozent der Produkte günstiger als im Vormonat. Wer wirklich sparen will, sollte sich vorbereiten. Bei Idealo können Nutzer einen E-Mail-Wecker mit Wunschpreis einrichten – oder die Entwicklung der letzten Monate analysieren. • Was besonders günstig ist: Je gefragter eine Kategorie übers Jahr hinweg ist, desto weniger Nachlass müssen die Händler einräumen. So waren 2022 bei Smartphones im Schnitt nur zwei Prozent oder zehn Euro Rabatt drin. Bei Smartuhren waren es sechs Prozent, bei Notebooks sieben Prozent, bei Kopfhörern acht Prozent, bei Staubsaugern neun Prozent und bei Fernsehern 14 Prozent. Bei TV-Geräten bedeutete das rund 187 Euro Ersparnis. Die Schnäppchen-Superstars des Jahres 2022 waren E-Bikes mit im Schnitt 348 Euro Nachlass. Aber auch Laufschuhe und Kinderwägen gab es je 13 Prozent günstiger. Bei Mode, Schmuck und Haushaltsartikeln sind ebenfalls Schnäppchen drin. • Die beste Taktik: Wer flexibel ist, spart mehr. Dazu gehören bei Smartphones unterschiedliche Farben und Speichergrößen. So ist beim iPhone 14 aktuell das schwarze Modell rund 20 Euro günstiger als die blaue Variante. Vorjahresgeräte werden meist stärker reduziert als aktuelle. • So funktioniert’s bei Amazon: Wer sparen will, muss schnell sein. Neben normalen Black-Friday-Rabatten gibt’s unter amazon.de/angebote die „Angebote des Tages“ sowie „Blitzangebote“, die im Minutentakt aufploppen. Kunden mit Prime-Abo (89,90€ im Jahr) sehen diese Schnäppchen 30 Minuten im Voraus. Weil der erste Prime-Monat gratis ist, lohnt sich eine Anmeldung. Wer mag, kann gleich wieder kündigen und spart trotzdem 30 Tage lang. • Das bietet Apple: Der geheimniskrämerische Konzern hat letztes Jahr vom Black Friday bis zum Cyber Monday ein viertägiges „Shopping Event“ veranstaltet. Dabei gab es für den nächsten Einkauf Geschenkkarten zwischen 50 und 250 Euro. Ob dieses Angebot 2023 zurückkommt, verrät Apple kurzfristig unter bit.ly/apple-geschenke. Ob sich das lohnt, ist fraglich. Denn iPhone & Co. sind im unabhängigen Handel meist deutlich günstiger als bei Apple selbst. Aktuelles Beispiel: Ein iPhone 14 mit 256 GB kostet bei Apple 979 Euro, im freien Handel um die 900. • Darauf müssen Käufer achten: Sie sollten am besten auf Rechnung zahlen, nie in Vorkasse treten. Websites mit unrealistischen Niedrigpreisen und in schlechtem Deutsch könnten Fake-Shops sein, die nie liefern. Wichtig sind Versandkosten, eine Lieferung deutlich vor Heiligabend und die Rückgabebedingungen. Wer am Black Friday bestellt, liegt beim Auspacken am 24. Dezember meist schon über der gesetzlichen Rückgabefrist von 14 Tagen. Seriöse Händler nehmen ihre Waren bis in den Januar hinein zurück.