Kämpferin für das Stadtbild

von Redaktion

Wechsel beim Münchner Forum: Caroline Klotz übernimmt die Geschäftsführung der Bürger-Plattform

Das Münchner Forum – das sind 55 Jahre Stadtgestaltung im Wandel der Zeit. Jetzt hat die Bürger-Plattform eine neue Geschäftsführerin. Und die ist nicht minder wandelbar: Caroline Klotz (47) übernimmt das Amt von Dr. Michaela Schier, die den Posten sechs Jahre lang innehatte. Klotz hat als ausgebildete Reiseverkehrskauffrau erfolgreich in Werbeagentur und Reisebüro gearbeitet – und ist auch immer mal wieder ausgebrochen. Ihr Berufsjahr in Westafrika war so ein mutiger Abstecher. Jetzt schlägt die Ethnologin wieder ein neues Kapitel auf: Im Interview verrät die neue Geschäftsführerin, wohin die Reise gehen soll.

Frau Klotz, war es für Sie gleich klar, dass Sie die Nachfolge von Dr. Michaela Schier antreten wollen?

Im ersten Moment tatsächlich nein. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, wurde mir auch klar: Wieso eigentlich nicht? Durch die enge Zusammenarbeit mit meiner Vorgängerin bin ich mit den Aufgaben und Herausforderungen der Leitung und der Mitgliederbetreuung des Münchner Forums bestens vertraut.

Was wollen Sie in Ihrem neuen Amt für das Münchner Forum erreichen?

Mein Fokus liegt auf dem Vernetzen und im Austausch. Es ist mir sehr wichtig, dass sich unsere Mitglieder im Münchner Forum wohlfühlen und sich gerne engagieren. Das große Ziel wird außerdem sein, noch intensiver mit Akteuren aus Politik und Verwaltung in Kontakt zu treten, um unser Netzwerk noch größer, das Münchner Forum in der Stadtgesellschaft noch bekannter zu machen.

Sie sind 2018 zum Forum gekommen. Wie kam‘s?

Als gebürtiges Münchner Kindl ist es mir ein großes Anliegen, mich für meine Stadt einzusetzen und zu versuchen, positiv auf ihre Entwicklung einzuwirken. Persönlich wünsche ich mir, dass die Mobilitätswende schneller gelingt und wir uns noch bewusster auf den Klimawandel vorbereiten.

Wie kann das gelingen?

Indem die Arbeit und Expertise unserer verschiedenen Arbeitskreise und Projektgruppen, der kritisch-konstruktive Beitrag der Bürgerinnen und Bürger, von den verantwortlichen Stellen mehr berücksichtigt wird. Ein kleines Beispiel: Im Kösk Garten im Westend sind aktuell 27 Bäume durch ein Bauvorhaben bedroht. Durch den gemeinsamen Einsatz mit der Initiative Kösk Garten konnten wir erreichen, dass der Oberbürgermeister den Dringlichkeitsantrag in der Vollversammlung des Stadtrats angenommen hat und somit über das Vorhaben zumindest erneut diskutiert wurde. Leider ohne Erfolg, aber wir bleiben dran. Interview: dap

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