Ab Sonntag gilt’s: Im MVV steigen die Preise im Schnitt um 4,3 Prozent. So kostet die Streifenkarte künftig 17 Euro statt 16,30 Euro, die U21-Streifenkarte ist für 9,30 Euro zu haben – 40 Cent mehr. Die IsarCard-Monatskarte für die M-Zone kostet ab Sonntag 65,90 Euro – 2,70 Euro mehr als bisher. MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch verweist auf die Inflation sowie gestiegene Lohn- und Energiekosten. Der Preis für das 49-Euro-Ticket gilt unverändert.
Die gute Nachricht: Das MVV-Gebiet wird größer, Stadt und Landkreis Rosenheim, der Landkreis Miesbach und der südliche Teil des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen stoßen dazu.
Neuerungen im Fahrplan gibt es nur wenige. Bei der S7 und S8 wird der durchgehende 20-Minuten-Takt bis zu den Endstationen Wolfratshausen und Herrsching jetzt das ganze Jahr über eingeführt. Bei der U5 wird Montag bis Freitag 9.30 bis 12 Uhr ein 5-Minuten-Takt versprochen. Zudem gibt es kleinere Änderungen bei einer Vielzahl von Buslinien in und um München (Details über mvv-muenchen.de).
Während des Lokführerstreiks heute plant die S-Bahn einen Ein-Stunden-Takt auf allen Linien und einen 20-Minuten-Takt der S8 zwischen Pasing und Flughafen. Das hatte auch beim letzten GDL-Streik gut geklappt. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen während des Warnstreiks ihre Verbindungen von und nach Bayern ein, wollen jedoch wie gewohnt ihre Züge aus Tirol Richtung Salzburg und umgekehrt über Rosenheim fahren lassen. Die Westbahn kündigte an, wie gewohnt auf der Strecke München-Rosenheim-Salzburg zu fahren. Die Züge seien „nicht vom Streik betroffen“, erklärte ein Sprecher. BRB und Go-Ahead rechnen nur mit geringen Streik-Auswirkungen – sofern nicht Fahrdienstleiter im Ausstand ihre Züge blockieren.
GDL-Vorsitzender Claus Weselsky versicherte im BR, dass der Warnstreik in diesem Jahr der letzte sein wird: „Wir werden am 19. Dezember die Urabstimmung auszählen und in der ersten Januarwoche auch nicht streiken, aber danach werden die Streiks länger und intensiver.“ Bei der laufenden Urabstimmung rechnet Weselsky mit einer Zustimmung von mehr als 90 Prozent – nötig für unbefristete Streiks wären 75 Prozent.