Adele führt München in Versuchung

von Redaktion

VON CARMEN ICK-DIETL, SASCHA KAROWSKI, ANDREAS DASCHNER UND PETER T. SCHMIDT

Helene Fischer war bereits da. Ebenso Robbie Williams. Und Andreas Gabalier auch. Nun ist der nächste große Coup auf dem Gelände in Riem geplant: Adele soll in München ihre vielleicht einzigen Konzerte in Europa im Jahr 2024 geben.

Noch mauern die Veranstalter um Klaus Leutgeb, dessen Entertainment Group das Areal in Riem bis 2025 gemietet hat, und Live Nation. „Gemeinsam mit der Leutgeb Entertainment Group arbeiten wir mit Nachdruck an mehreren internationalen Projekten für das kommende Jahr“, heißt es vonseiten Live Nation auf Nachfrage unserer Zeitung.

Beinahe gleichlautend antwortet Leutgeb: „Wir planen seit Längerem gemeinsam mit Live Nation an einem internationalen Projekt, das wir natürlich gerne auf die Messe München und nach München bringen wollen.“ Denn mit den Konzerten von Helene Fischer, Andreas Gabalier und Robbie Williams haben Leutgeb und Live Nation im vergangenen Jahr – trotz des einen oder anderen Kritikpunktes – gute Erfahrungen gemacht. Alle drei Auftritte waren Besuchermagneten. „Das Messegelände in Riem ist und bleibt ein einzigartiger Standort für große Open-Air Events“, sagt Live-Nation-Sprecherin Katharina Wenisch.

Ähnlich sieht das auch Clemens Baumgärtner (CSU), der als Wirtschaftsreferent für die Großereignisse in der Stadt zuständig ist. „Die Messe ist ein guter Standort für Konzerte, das hat die Vergangenheit gezeigt“, sagt er. Auf die Gerüchte um Adele angesprochen, reagiert er aber ebenso ausweichend wie die Veranstalter: „Wenn es nächstes Jahr wieder Konzerte in Riem geben sollte, würde mich das freuen.“

Auch wenn die Pläne bereits recht konkret klingen – unterschrieben sind die Verträge noch nicht. Das hat unsere Zeitung aus Messe-Kreisen erfahren. Dort sieht man unter Umständen sogar ein Problem: Die Sanierung des Freigeländes der Messe ist für 2024 geplant. Die findet zwar größtenteils abseits des Konzertbereichs statt. Dennoch könnten Baustellengeräte oder -einrichtungen auf- und wieder abgebaut werden müssen – was zusätzliche Kosten für die Veranstalter bedeuten könnte. Ob sich die Konzerte dann noch rechnen und dies womöglich zu dem Mietvertrag Leutgebs im Widerspruch steht, war nicht zu erfahren.

Auch wie viele Konzerte Adele in München geben soll, ist noch unklar. Einige Gerüchte besagen, dass es bis zu zehn sein sollen. Aus anderen Quellen heißt es, dass bei dieser Zahl auch andere Künstler enthalten sind, die ihre Visitenkarte in München abgeben könnten. Wie auch immer, die Stadt erwartet ein heißer Konzertsommer. Nachdem bereits AC/DC und Ed Sheeran nach München kommen, wäre Adele eine Art Krönung – egal, wie oft die Pop-Ikone am Ende tatsächlich auf der Bühne steht.

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