Sie sollen Hakenkreuze und rassistische Inhalte in Sozialen Medien verbreitet haben. Daher gingen die bayerischen Behörden am Donnerstag gegen mutmaßliche Online-Hetzer vor. Wie das bayerische Landeskriminalamt mitteilte, war München mit zwölf durchsuchten Objekten der Schwerpunkt. Bayernweit waren es insgesamt 25. Die Ermittlungen richten sich gegen 33 Verdächtige.
In München durchsuchten Einsatzkräfte von Staatsschutz und mehreren Münchner Polizeidienststellen in der Stadt und im Landkreis mehrere Objekte. Dabei wurden Handys und Laptops der Tatverdächtigen sichergestellt. Die Razzia startete um 6 Uhr morgens. Bei den insgesamt zwölf Tatverdächtigen handelt es sich um neun Männer und drei Frauen zwischen 18 und 72 Jahren. Eigentlich sollten alle zwölf Objekte durchsucht werden, aber eine Tatverdächtige aus dem Kreis München sei nicht daheim gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei München gestern. Man werde aber versuchen, sie noch zu erwischen. Bei einem weiteren Objekt öffnete zwar jemand die Tür – aber auch dort war der oder die Tatverdächtige selbst nicht daheim.
Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Hamas-Terror: Hass und Hetze haben nach Einschätzung von Justizminister Georg Eisenreich (CSU) auch im Netz ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Er sagte, jeder vierte Internetnutzer hierzulande sei laut Statistik allein im ersten Quartal dieses Jahres mit Online-Hetze konfrontiert gewesen: „Hasskriminalität ist keine Bagatelle und wird in Bayern konsequent verfolgt.“ Die Polizei kennt genug Beispiele. Ein Münchner Beschuldigter (18) soll etwa auf X (vormals Twitter) rassistische Inhalte verbreitet haben, sagte der Polizeisprecher. rmi