Die Helfenden Hände haben Insolvenz angemeldet. Die gemeinnützige GmbH (gGmbH) betreibt mehrere Einrichtungen in München für mehrfach schwerstbehinderte Menschen. Laut Geschäftsführung handelt sich um einen sogenannten Eigeninsolvenzantrag. Der Betrieb in den Einrichtungen soll nahtlos fortgeführt werden, die Löhne der rund 300 Mitarbeiter werden zunächst bis Ende März durch die Bundesagentur für Arbeit getragen. In den Einrichtungen werden 70 Kinder und Jugendliche sowie knapp 100 Erwachsene mit komplexen Mehrfachbehinderungen betreut. Wie die Münchner Grünen mitteilen, seien der Grund für die Insolvenz „hauptsächlich bewilligte, aber nicht ausbezahlte Förderabschläge von Bezirk und Regierung Oberbayern in Höhe von knapp drei Millionen Euro für den Neubau eines Förderzentrums in Aubing“. Auch Kosten für Tariferhöhungen sowie gestiegene Energie- und Dienstleistungspreise seien nicht übernommen worden. „Der Bezirk und die Regierung von Oberbayern müssen nun ihre Hausaufgaben machen und auch der Verein muss das Seine dazu tun“, sagt Grünen-Stadträtin Sofie Langmeier. Martina Neubauer, Fraktionschefin im Bezirkstag, hat sich an den Bezirkstagspräsidenten gewandt und ihn dringend gebeten, die ausstehenden Mittel auszuzahlen. and