In dieser Filiale gibt es gratis Kaffee und Internet, bunte bequeme Polstersessel – und man muss kein Kunde der Stadtsparkasse sein, um Projekträume anmieten zu können. Das geht online – und ist ebenfalls gratis.
Gestern wurde die „Barer 41“ offiziell eröffnet – so heißt die Filiale passend zu ihrer Adresse nämlich. Die Sparkasse hat die Räume für fast eine Million Euro umbauen lassen, das Haus gehört der Bank. „Wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, mit uns persönlich in Kontakt zu treten“, erklärte Vorstandschef Ralf Fleischer. Die Räume sollen aber auch ein Treffpunkt für junge Menschen sein, wo sie eigene Projekte voranbringen können. Der Standort in der Maxvorstadt ist auch durch die Nähe zu den Unis gewählt. Aber auch Jugendliche und Azubis sind willkommen. „Und auch allen älteren Menschen helfen wir gerne“, sagte Vorständin Sabine Schölzel. Das Projekt sei einzigartig in München. „Alle anderen Filialen bleiben wie sie sind.“
Seit 2020 betreut die Stadtsparkasse junge Menschen via Chat, Telefon und Video. Die Filiale soll das ergänzen. „Wir wollen ein Zentrum für finanzielle Bildung schaffen“, so Fleischer. Denn: Bankschalter gibt es zwar keine, wohl aber Beratung. Untersuchungen hätten ergeben, der Bedarf sei da, erklärte Projektleiter Ludwig Basel. In der „Barer 41“ soll es Info-Angebote zu Themen wie Steuererklärung und auch Unternehmensgründung geben. Das erste halbe Jahr soll die Filiale montags bis freitags, 10 bis 18 Uhr, geöffnet sein – bei Veranstaltungen oder Workshops länger. Geld abheben kann man außen am Automat – wenn er wieder funktioniert. Denn derzeit ist er kaputt.