Es gibt auch gute Nachrichten für die Innenstadt: Zum einen wurde bekannt, dass es für die leer stehenden Benko-Bauten Interessenten gibt und der Verkauf der Alten Akademie demnächst bevorstehen könnte. Zum anderen tut sich auch etwas am Stachus, wo das große Zechbauer-Gebäude nach dem Galeria-Auszug 2022 leer steht. Noch in diesem Monat möchte die Besitzer-Familie Zechbauer einen Bauantrag abgeben.
Geplant ist ein Mammut-Projekt, für das es positive Signale aus dem Rathaus gibt. Das erklärt Michael Zechbauer unserer Zeitung, nachdem er in den vergangenen Woche ausführliche Gespräche mit dem Denkmalschutz, dem Baureferat und dem Oberbürgermeister selbst hatte. Am Rande des Planungsausschusses hatte OB Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch die Umnutzungspläne am Stachus angedeutet.
Ein Warenhaus soll es in dem Gebäude, das die Familie Zechbauer 1951 für Kaufhof gebaut hatte, nicht mehr geben. Für die 23 000 Quadratmeter ist eine etagenweise Nutzung vorstellbar: Geschäfte unten, darüber Büros, darüber ein Hotel und ganz oben eine für die Öffentlichkeit zugängliche Dachterrasse. Knifflig: Nicht nur für die Fassade besteht Denkmalschutz, sondern auch für die Konstruktion aus Stahlbeton im Inneren. „Sie war bisher nicht sichtbar“, sagt Zechbauer.
Wann aus den Plänen Wirklichkeit wird, lasse sich für die Familie schwer sagen. Selbst wenn es heuer noch eine Baugenehmigung geben würde, sei mit einer Fertigstellung vor dem Jahr 2026 wohl nicht zu rechnen. nah