Jetzt heißt’s aufpassen mit den Massen – denn das Starkbier ist erfahrungsgemäß noch stärker als die ebenso süffigen (aber nicht so süßen und dunklen) Wiesn-Biere. So oder so gilt für Bierfreunde: Jetzt startet das Fest in der Fastenzeit. Hier der Kalender für die Starkbierfeste:
Im großen Festsaal vom Augustiner-Keller an der Arnulfstraße 52 war gestern Starkbier-Start. Bis 23. März spielt die Harthauser Musi, dazu gibt’s immer wieder Auftritte von Party-Bands wie die Cagey Strings (Samstag). Wirt Christian Vogler kredenzt den Maximator bis 23. März, Eintritt 9,95 Euro (www.augustinerkeller.com).
Der Klassiker ist natürlich der Nockherberg (Hochstraße 77). Nur noch eine gute Woche, dann fließt hier drei Wochen lang der Salvator vom Paulaner durch abertausende durstige Kehlen. Los geht’s am 1. März, an allen Tagen spielen Die Kirchdorfer live. Tipp: Tickets zeitnah buchen, viele Tage sind schon ausverkauft (www.paulaner-nockherberg.com). Schluss ist am 24. März. Der Anstich mit Derblecken und Singspiel ist bereits am 28. Februar – aber nur für geladene Gäste.
Auf dem Boden bleiben sollte man auch beim Aviator, dem selbst gebrauten Starkbier im Airbräu am Flughafen. Grad erst hat der Kabarettist Wolfgang Krebs in seiner Paraderolle als Edmund Stoiber dort die Prominenz derbleckt. Der dunkle Doppelbock hat sturzflugartige 7,9 Prozent Alkohol und 19 Prozent Stammwürze.
Im Löwenbräukeller (Nymphenburger Straße 2) heißt es am 1. März: Ozapft is! Und dann wird bis 23. März gefeiert und getrunken. Der Triumphator prunkt mit 7,6 Prozent Alkohol und einer Stammwürze von 18,2 Prozent. Die Waldbeisser spielen täglich von 18 bis 23 Uhr. Zu Live-Bands gibt es auch eine „unvergessliche After-Party“ im Festsaal, verspricht der Veranstalter: www.loewenbraeukeller.com
Der Donisl am Marienplatz (Weinstraße 1) kredenzt den Animator von Hacker und Musik vom 1. bis 23. März. Der Anstich wird von Blech nach Acht musikalisch gewürzt, zum Ausklang spielen die Hofdorfer Buam. Mehr Infos: www.donisl.com.
Das Starkbierfest im Hofbräukeller am Wiener Platz ist nur heute und morgen. Einlass ist um 18 Uhr, Ende um Mitternacht. Serviert wird der Delicator mit rekordverdächtigen 8,4 Prozent Alkohol. Es spielt die Partyband Gerry & Gary. Tickets und mehr gibt’s unter www.hofbräukeller.de.
Bockstarke Geheimnisse:
Die allermeisten Starkbiere sind untergärig, das heißt: Die Hefezellen können sich nicht verbinden und nach oben steigen, das verhindert der kalte Sud. Die untergärige Hefe sinkt also nach unten und gärt am Braukesselboden. Zu den untergärigen Biersorten zählen zudem Lager, Kellerbier, Pils und Märzen. Woher kommt eigentlich das „ator“ im Namen der Starkbiere? Maximator, Salvator, Triumphator & Co.? Sie alle gehen auf den seit 1634 gebrauten Salvator (als Kurzform für „St. Vaterbier“) zurück. Zunächst nannten auch andere Brauereien ihr Bockbier Salvator, Paulaner pochte aber auf den Markenschutz – und so gibt es mittlerweile dutzende „-ator“-Varianten – allein in Bayern sind 200 Biere mit dieser Endung eingetragen. Etwa den Impulsator, den Absolvinator, den Mastrobator, den Jacobator oder den Baronator. MATTHIAS BIEBER