Gemälde von Kirchner wieder aufgetaucht

von Redaktion

Es ist eine kleine Kunstsensation: Ein Bild von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dessen Verbleib jahrzehntelang ungeklärt war, ist wieder aufgetaucht. Das Ölgemälde „Tanz im Varieté“ aus dem Jahr 1911 befand sich laut Informationen des Münchner Auktionshauses Ketterer 80 Jahre lang in einer Privatsammlung in Baden-Württemberg und soll nun für einen Schätzpreis von zwei bis drei Millionen Euro versteigert werden. Es war bislang ausschließlich als Schwarz-Weiß-Abbildung bekannt. Das 120 mal 145 Zentimeter große Werk ist „eines der außergewöhnlich großformatigen Bilder im Werk Kirchners“, schreibt das Auktionshaus. „Im Scheinwerferkegel inszeniert Kirchner eine Tanzszene mit einem Schwarzen Tänzer und einer weißen Tänzerin, eingefasst von einer Gruppe weiterer Tänzer.“ Nach Angaben einer Sprecherin ist das Auktionshaus noch immer damit beschäftigt herauszufinden, wo genau das Gemälde wann war. Klar ist den Angaben zufolge, dass es kurz nach seiner Entstehung ausgestellt wurde und dann in den 1920er-Jahren noch mal. Davon existieren laut Ketterer Aufnahmen.  dpa

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