Die Feuerwehr brennt für ihren Job – auch im Jahr 2023. Das kann man wieder aus der nun veröffentlichten Jahresbilanz der Brandbekämpfer ablesen. Zu satten 97 187 Einsätzen mussten die Retter im vorigen Jahr ausrücken. Das ist zwar insgesamt weniger als noch im Jahr 2022, die Anzahl der gemeldeten Feuer ist dabei aber gestiegen.
Im Bereich der Brandbekämpfung ergaben sich demnach aus 7885 Alarmierungen 1435 bestätigte Brände, davon 1267 Kleinbrände, 160 Mittelbrände und acht Großbrände. Einer dieser Einsätze stellte sich als schmerzhafter Verlust eines Münchner Wahrzeichens heraus: Am 11. Juni in der Nacht zum Sonntag stand die Ost-West-Friedenskirche im Olympiapark in Flammen. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Niederbrennen bis auf die Grundmauern nicht verhindert werden.
Eine weitere herausragende Einsatzsituation war ein nächtlicher Dachstuhlbrand am 10. Juli in Bogenhausen. Hier stellten die bei der Dachsanierung verbauten Holzfaserverbundstoffe eine große Herausforderung bei den Löscharbeiten dar. Es folgte ein langer Einsatz für die Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr.
Auch im Winter mussten schwierige Einsätze abgearbeitet werden: Es kam zu massivem Schneefall am ersten Dezemberwochenende. Die Folge: Die Helfer wurden zu hunderten Einsätzen ausrücken.
Am häufigsten wurden 2023 die folgenden Fahrzeuge benötigt: für den Rettungsdienst das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF Thalkirchen) mit insgesamt 4590 Einsätzen – das sind im Durchschnitt etwa zwölf bis 13 Einsätze in 24 Stunden –, bei der Feuerwehr das 1. Hilfeleistungslöschfahrzeug der Wache 3. Es musste mit 2180 Einsätzen am häufigsten raus, das macht im Durchschnitt sechs Einsätze pro Tag.
Bei insgesamt 4086 Einsätzen im ganzen Stadtgebiet erhielt die Berufsfeuerwehr Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr (FFM). Und die wächst: Im Jahr 2023 hatten die Freiwilligen mehr Mitglieder als jemals zuvor. 212 neue Kameraden sind hinzugekommen. mm