Krach um die begehrten Karten: Die Ticketplattform Viagogo, die unter anderem schon Ärger mit dem Circus Krone, dem DFB und Monika Gruber hatte, liegt jetzt im Clinch mit dem FC Bayern München. Der Grund: Auf der Internetseite bieten – ähnlich wie bei Ebay – Verkäufer Eintrittskarten zum Kauf an, die sie selbst nicht brauchen. Ärger gab’s aber immer mal wieder, weil die Karten oft sehr teuer sind.
Das gilt insbesondere für Karten für die Fußballspiele des FC Bayern. Tickets fürs Champions-League-Rückspiel gegen Arsenal London am kommenden Mittwoch waren gestern auf Viagogo für Preise von 355 bis 7209 Euro erhältlich (normal: ab 30 Euro).
Das sieht nach gewerblicher Geldmacherei aus, findet der FC Bayern und verklagte Viagogo vor dem Landgericht. Der Prozess begann gestern. „Wir stehen wohl am Anfang eines langen Verfahrens“, sagt Bayern-Anwalt Felix Holzhäuser.
Konkret verlangt der FC Bayern, dass Viagogo nicht mehr durch „Strohleute“ systematisch Karten für die Spiele des Vereins verkauft. Und vor allem keine Tickets, die nur theoretisch existieren, aber noch nicht mal im Vorverkauf sind. Wichtiger Nebenaspekt: Der FCB will das Gericht überzeugen, dass Viagogo nicht vermittelt, sondern selbst Verkäufer ist. Die Viagogo-Pressestelle antwortete bis Redaktionsschluss nicht auf eine Anfrage unser Zeitung. iwi