Morgen heißt es wieder „O‘zapft is“ auf dem 58. Münchner Frühlingsfest. Die kleine Schwester der Wiesn findet bis zum Sonntag, 5. Mai, 17 Tage lang auf der Theresienwiese statt.
Seit Jahren wird das Frühlingsfest immer beliebter – nicht nur wegen des umfangreichen Rahmenprogramms (unter anderem Samstag, 20. April: BRK-Flohmarkt; Sonntag, 21. April: Oldtimer-Treffen; 26. April und 3. Mai: Feuerwerke, außerdem Familiennachmittage an den Dienstagen). „Die Besucher schätzen das Münchnerische am Frühlingsfest – und dass es überschaubarer ist als die Wiesn. Da lohnt sich auch mal ein kurzer Besuch,“ sagt Yvonne Heckl von der Veranstaltungsgesellschaft der Münchner Schausteller, die das Fest ausrichtet. „Wir sind jedes Jahr besser gebucht, für dieses Jahr haben wir schon über 30 000 Reservierungen“, sagt auch Hippodrom-Wirtin Tina Krätz. An den Wochenenden abends sei bereits alles ausreserviert. Bei ihr im Zelt zahlt der Gast 13,80 Euro für die Mass Bier (Spaten), im zweiten großen Zelt, der Festhalle Bayernland, kostet der Liter Augustiner 12,80 Euro.
Heuer feiern gleich ein paar Fahrgeschäfte beim Frühlingsfest Premiere: der Freifallturm „Skyfall“, die Familien-Achterbahn „Heidi The Coaster“, das Überschlag-Karussell „Predator“, das Familien-Karussell „Montgolfiere“ sowie das Laufgeschäft „Dschungelcamp“. Das Riesenrad kennen die Münchner bereits vom „Sommer in der Stadt“. Und es wird dieses Jahr mehr WC-Anlagen an vier zusätzlichen Standorten geben.
Schon im Vorfeld ein Riesenthema: die Teil-Legalisierung von Cannabis. Bayern hat Kiffen auf Volksfesten untersagt. Und Münchens Wirtschaftsreferent und Frühlingsfest-Schirmherr Clemens Baumgärtner (CSU) mahnte gestern zur Gelassenheit: „Das Verbot ist die richtige Entscheidung. Wer unbedingt einen Dübel rauchen will, kann das vor oder nach dem Besuch oder abseits des Geländes tun. Leute, entspannt‘s euch!“ Er betont im Zuge der Diskussion um Cannabis und Bier: „Keiner von uns verherrlicht Alkoholmissbrauch. Im Übrigen: Es gibt auch alkoholfreies Bier…“ Clemens Baumgärtner konzentriert sich lieber auf das Positive: „Das Frühlingsfest ist was fürs Herz!“