Fußpflege mit der Flex

von Redaktion

So funktionieren die tierischen Wellness-Behandlungen in Hellabrunn

Und zum Abschluss eine Dusche: Die Elefanten genießen die Körperpflege in Hellabrunn.

Fußpflege bei Elefanten erfolgt mit der Flex.

Auch Elefantenzähne müssen regelmäßig geputzt werden.

Körperpflege bei den Pustelschweinen: Die Tiere lassen sich die Behandlung von Tierpflegerin Inka Ehm gerne gefallen. © Jan Saurer, Monacoshots (5), Hellabrunn

Tierische Wellnessbehandlung: Sascha Tütsch schrubbt Nashorndame Rapti mit einer Bürste ab.

Schwierige Hufpflege: Zebras müssen für die Behandlung in Narkose gelegt werden.

Auch bei Tieren ist die Körperpflege wichtig. In Hellabrunn kümmern sich darum oft nicht nur die Tiere selbst, sondern auch das Tierpflege-Team und die Tierärzte. Denn Elefantenzähne müssen regelmäßig geputzt, Elefantenfüße gefeilt und Zebrahufe gepflegt werden. Aber auch die ein oder andere Massage tut Nashorn und Pustelschwein gut. Wichtig dabei: Der Kontakt zu den Tieren – denn sie können nicht sagen, wenn der Zahn drückt, der Nagel brennt oder die Haut juckt.

Manchmal in der Früh, wenn es noch ganz ruhig ist im Tierpark Hellabrunn, bekommt Nashorndame Rapti von ihrem Pfleger Sascha Tütsch ein tierisch gutes Wellnessprogramm: Ihre Haut wird mit einer nassen Bürste massiert und geputzt. „Rapti gefällt das echt gut, wenn sie an den sensiblen Stellen ihrer Haut gebürstet wird, da kommt sie selbst ja schlecht hin“, erklärt Tütsch. Natürlich kann die Nashorndame auch jederzeit selbst ein Bad nehmen, aber ein Kraulen mit der Bürste lässt sie sich trotzdem gerne gefallen.

Auch die Visayas-Pustelschweine mögen es, gekrault zu werden. Gleichzeitig kann Tierpflegerin Inka Ehm dabei die Klauen überprüfen und gegebenenfalls mit einer kleinen Nagelfeile Unebenheiten behandeln. Die Hellabrunner Elefanten werden nicht nur täglich geduscht, sie bekommen in regelmäßigen Abständen auch eine Maniküre und Pediküre. „Elefantenwellness“ heißt dann: Flex statt Feile und Stahlschwämmchen statt Zahnbürste.

Anders als bei Nashorn, Elefant oder Pustelschwein muss zum Beispiel ein Zebra zur Hufbehandlung narkotisiert werden. „Eingetretene Steinchen oder kleinere Horndefekte können ohne regelmäßige Korrektur zu schwerwiegenden Problemen führen“, erklärt Dr. Christine Gohl, leitende Tierärztin in Hellabrunn. „Dann müssen wir uns die Hufe genau anschauen, eventuell röntgen und eine orthopädische Hufkorrektur durchführen.“

Natürlich können sich die Tiere auch jederzeit selbst eine Wohlfühlbehandlung gönnen. Dafür gibt es in vielen Anlagen Kratzbürsten, Schubberbäume oder Schlammsuhlen für tierisches Pflege-Vergnügen.
MM

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