Das Orlandohaus am Platzl. © Sigi Jantz
Das Schuhbeck-Imperium am Platzl ist längst zerfallen, doch wer sind die Nachfolger? Im Orlandohaus, wo Fonsi auch eine Mietwohnung hat, führte er im Erdgeschoss lange Jahre das „Orlando“ – bis er als Unternehmer insolvent wurde. Im Frühjahr 2022 übernahmen Dino Klemencic, Uli Springer und Friedemann Findeis und eröffneten vor Ort das Szene-Lokal „Ornella“. Die Südtiroler Stuben, Schuhbecks Vorzeige-Restaurant, musste Ende 2022 schließen, weil der Mietvertrag nicht verlängert wurde.
Kurios: Bis heute gibt es trotz Top-Standort keinen neuen Betreiber. Denn: „Die Frage der Nachnutzung des Gebäudes ist noch nicht geklärt, hier sind aufgrund der komplexen Gebäudesituation noch weitere Abstimmungen und Planungen erforderlich“, sagt Gerhard Reichel, Geschäftsführer von Immobilien Bayern. Die Räumung sei vollständig erfolgt. Ob noch Umbau- und Renovierungsarbeiten anstehen, hänge stark „von der Nachnutzung ab“. Beworben hatten sich Hofbräuhaus und die Staatsoper.
Kritisch war die Situation auch für den Gewürzladen, der offiziell zwar zur „Schuhbeck‘s Company GmbH“ gehört – dort war der Starkkoch aber nur noch Honorarkraft und weder Inhaber noch Angestellter. Finanzielle Probleme der Firma wurden inzwischen behoben und auch mehrere Gerichtsverfahren überstanden. Dank Investor Falk Raudies geht der Betrieb weiter, und die Gewürzsparte des Unternehmens ist gerettet. Schuhbeck selbst sitzt noch anderthalb Jahre hinter Gittern. A. THIEME