KURZ BERICHTET

CSD: Ein Fest der Vielfalt gegen Hass

von Redaktion

Dominik Krause (li.) mit Stephan Platek, der Opfer eines homophoben Übergriff wurde. © Bernd Lindenthaler

Christopher Street Day in München: Auch heuer werden wieder tausende Besucher bei der Parade und dem begleitenden Straßenfest erwartet. © Markus Götzfried

Der Christopher Street Day (CSD) zieht wieder durch München: Am Samstag, 22. Juni, findet der Straßenumzug statt, die große Politparade. Heuer ist sie noch mal deutlich gewachsen: Insgesamt werden 209 Gruppen und Projekte teilnehmen. Das sind knapp 30 mehr als im vergangenen Jahr. Das teilten die Organisatoren gestern bei einer Presserunde mit.

Wer erneut nicht bei der Parade dabei sein wird, ist die CSU. Das hatte im Vorfeld für einiges Aufsehen gesorgt (wir berichteten). Dario Ponto vom Verein Diversity München verweist auf Aussagen von CSU-Politikern, die etwa bezüglich des Selbstbestimmungsgesetzes der Ampel-Regierung vor einer „Trans-Mode“ unter jungen Leuten warnte. Das sei „verletzend“, so Ponto. Beim Straßenfest rund um die Parade sei die CSU willkommen. Dieses findet mit einer großen Party am 22. und 23. Juni auf und um den Marienplatz statt.

Das Motto heuer: „Vereint in Vielfalt – gemeinsam gegen Rechts“. Das sei wichtiger denn je, betonte Münchens 2. Bürgermeister Dominik Krause (Grüne): Denn es gäbe einen „Anstieg von queer-feindlicher Gewalt“. Das zeigt auch die Geschichte von Stephan Platek (41): Er war im Rahmen eines CSD auf einem Plakat abgebildet. Am Odeonsplatz sei er dann von einer Gruppe angegriffen worden. „Sie sagten, du bist doch die Schwuchtel vom Plakat“, erinnert sich Platek. Dann sprühten sie ihm Pfefferspray in die Augen.
LIM

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