Kritik am neuen Klinik-Konzept

von Redaktion

Das Klinikum in Bogenhausen bleibt ein Maximalversorger. © München Klinik

Das neue Medizinkonzept für die München Klinik stößt auf Kritik. CSU-Fraktionsvize Hans Theiss sagte am Mittwoch: „Es gefährdet die Notfallversorgung im Norden und Osten unserer Stadt.“ Wie berichtet, sieht das neue Konzept zwei große Kliniken in Harlaching und Bogenhausen vor – sogenannte Maximalversorger. Die Standorte Schwabing und Neuperlach werden reduziert, in Neuperlach wird die Geburtshilfe und perspektivisch auch die stationäre Notfallversorgung geschlossen.

„In Schwabing und Neuperlach sollen künftig keine Infarkt-Patienten mehr behandelt werden“, sagt Theiss. Patienten mit akutem Herzinfarkt, bei denen es auf jede Minute ankomme, müssten also längere Transportwege hinnehmen. „Das ist nicht akzeptabel.“ Besonders vom neuen Konzept betroffen sei der Standort Neuperlach: „Das Krankenhaus in der jetzigen Form soll es künftig so nicht mehr geben. Das ist eine ganz schlechte Nachricht für die Gesundheitsversorgung. München muss in den nächsten Jahren durch wachsende Einwohnerzahlen mit einem erhöhten medizinischen Bedarf rechnen.“

OB Dieter Reiter (SPD) sagte, die städtischen Kliniken würden auch in Zukunft bestens aufgestellt sein. „Ich stehe voll und ganz hinter dieser notwendigen Neuausrichtung, die zum einen die veränderten Realitäten in der Gesundheitsversorgung aufgreift, wie beispielsweise die steigende Ambulantisierung, zum anderen natürlich auch den neuen Rahmenbedingungen der Bundesregierung zur Krankenhausstrukturreform Rechnung trägt. In ganz Deutschland stehen die Kliniken vor großen Veränderungen.“
SKA

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