Schwierige Standortsuche

von Redaktion

Wo wird Münchens nächstes Windrad gebaut – Acker bei Aschheim ist geeignet

Äcker, Felder, eine Kiesgrube: Die Gegend um den Abfanggraben bei Aschheim im Münchner Nordosten bietet noch einiges an freien Flächen. Kaum ein Mensch weit und breit. Perfekt. Genau hier plant die Stadt München ihr nächstes Windrad. In einer aktuellen Vorlage (liegt unserer Zeitung vor) schlägt das Planungsreferat den Standort vor. Und nicht nur den.

Derzeit erarbeiten Gemeinden in Bayern Standorte für neue Windräder. In und um München geschieht das mit dem Regionalen Planungsverband (RPV). Das ist ein Hin und Her über mehrere Jahre. Meist weist der RPV mögliche Flächen aus, die die Gemeinden dann wieder näher untersuchen.

Acht Standorte schlug der RPV im Münchner Stadtgebiet vor – laut Planungsreferat ist aktuell nur der am Abfanggraben geeignet. Zwei weitere in Freiham (Münchner Westen) und am Würmkanal im Norden gelten laut Vorlage als „bedingt geeignet“. Am Abfanggraben könnten Windräder errichtet werden, schreibt die Stadt. Doch in Zusammenarbeit mit der angrenzenden Gemeinde Aschheim könnte laut Vorlage sogar ein 14 Hektar großer „Windpark“ entstehen (siehe Karte).

Auch im Westen und im Norden wären zwei weitere Windräder grundsätzlich möglich: In Freiham könnte eine Anlage laut Stadt direkt an der Stadtgrenze entstehen – für den Bau müssten aber zu viele Bäume gefällt werden. Die Planer schlagen deshalb den Bau mehrerer Räder gemeinsam mit der angrenzenden Gemeinde Germering vor, damit sich die Fällungen sozusagen rentieren.

Der Standort im Würmtal im Norden liegt laut Planern nah an Häusern und Denkmälern, wäre theoretisch aber machbar. Auch diesen Standort will sich die Stadt näher anschauen – sofern der Stadtrat dem allem zustimmt.

Auch 30 Kilometer westlich von München könnte die Stadt „drei bis fünf“ Windräder bauen, so das Planungsreferat – in einem 70 Hektar großen städtischen Waldstück zwischen Jesenwang und Grafrath (Kreis FFB) – wo in direkter Nachbarschaft bereits eine Bürgergenossenschaft vier Windräder plant. Fünf weitere Standorte in Freiham, im Nordosten, der Moosschwaige und der Aubinger Lohe hält das Referat für „nicht geeignet“.

Bereits bekannt sind Überlegungen, Windräder im Forst Kasten (Gemeinde Neuried) und an der Dickwiese (Gemeinde Planegg) zu bauen. Auch diese Standorte sollen weiter geplant werden. THOMAS GAUTIER

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