Bereits Anfang des Jahres hat der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching (BA) den fortschreitenden Mistelbefall im Stadtbezirk angeprangert und die Stadt aufgefordert, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen reichen einigen BA-Mitgliedern jedoch nicht aus.
Das Baureferat hatte erklärt, die Entwicklung der Misteln schreite langsam voran und stelle bei vitalen Bäumen kein Problem dar. Routinekontrollen würden durchgeführt und Misteln im Rahmen der regulären Pflegearbeiten gezielt entfernt. So würde sichergestellt, „dass der Befall mit Misteln stadtweit auf einem vertretbaren, letztlich unvermeidbaren Niveau gehalten wird.“ Das sei auch in Untergiesing-Harlaching der Fall. „Eine vollständige Entfernung aller Misteln ist weder möglich noch sinnvoll“, schreibt das Referat.
„Über diese Antwort muss ich mich schon sehr wundern“, sagte Ferdinand Brinkmöller (CSU) nun im BA. Jeder Botaniker wisse, dass sich Misteln durch den Vogelkot schnell verbreiten würden, wenn diese nicht vollständig entfernt würden. „Jetzt im Sommer ist es zu spät, doch im Herbst sollten die Misteln unbedingt ganz entfernt werden.“ Brinkmöller forderte, diesen Appell an das Gartenbaureferat zurückzuspielen. Seine BA-Kollegen sahen das allerdings anders und lehnten den Antrag mehrheitlich ab. „Dann wird das hier zum neuen Dauerthema“, resümierte Brinkmöller ernüchtert.
SUP