Um „Geschädigte von Heizkostenwucher“ zu entlasten, sollen die Stadtwerke (SWM) die Hälfte der Heizkosten von rund 15 000 GWG-Haushalten rückerstatten, deren Nachzahlungen für 2022 „aufgrund von Managementfehlern explodiert sind“: Diesen Antrag eines Besuchers hat die Bürgerversammlung in Schwabing-West mehrheitlich verabschiedet. Hintergrund ist ein an den Energiemarkt gekoppelter Gasvertrag, den die GWG (heute Münchner Wohnen) mit den Stadtwerken abgeschlossen hat. Infolge von krisenbedingt hohen Preissteigerungen kamen 2022 teils vierstellige Nachzahlungen auf die Mieter zu (wir berichteten). Außerdem, so heißt es in einem zweiten Antrag, hätten Münchner Wohnen und die Vorgängergesellschaften GEWOFAG und GWG die Heizkosten in den vergangenen Jahren vielfach noch nach einer veralteten Formel berechnet statt verbrauchsabhängig, wie seit 2014 vorgeschrieben. Betroffene Mieter müssten deshalb automatisch 15 Prozent ihrer Heizkosten zurückbekommen, wie in solchen Fällen vorgesehen. Auch dieser Antrag bekam im Plenum eine Mehrheit.
DN