An zwei Stellen sollen in München sogenannte Nachbarschaftsviertel erprobt werden, zunächst im Westend, dann im Gärtnerplatzviertel. Das hat der Mobilitätsausschuss des Stadtrates beschlossen. Das Konzept Nachbarschaftsviertel ist aus Barcelona oder Stockholm bekannt: Dort wurden Kreuzungen verschiedener Häuserblocks verkehrsberuhigt, Sitzgelegenheiten geschaffen und Pflanzen aufgestellt. Superblocks heißen die Modelle. Im Westend wurde bereits ausprobiert, wie das aussehen kann: Das zivilgesellschaftliche Projekt „Westend Kiez“ hatte über drei Jahre hinweg Straßenraum mit Pflanzentrögen, Hochbeeten und Spielflächen in einen Ort für die Menschen im Viertel umgewandelt. Die Idee: Der Straßenraum wird neu verteilt, es wird mehr Bäume geben, mehr Flächen, auf denen sich die Nachbarschaft aufhalten und begegnen kann. Gewerbetreibende sollen ebenso profitieren, weil der Versorgungs- und Wirtschaftsverkehr weiterhin seinen Platz im Viertel haben kann, gleichzeitig aber mehr Menschen dort flanieren und auch konsumieren wollen.
SKA