Markante Klötze im Norden: die Studentenstadt. © Rainer Taepper
Münchens Studenten wohnen oft teuer und müssen lange nach einer Bleibe suchen. Deshalb haben alle in den vergangenen Jahren hoffnungsvoll zur Freimanner Studentenstadt geschielt – denn dort stehen im Moment über 1000 Wohnungen leer. Der Grund: Sie sind dringend sanierungsbedürftig. Zwar konnte vor gut einem Jahr das Blaue Haus unter dem Namen Sophie-Scholl-Haus mit Platz für 250 Studierende wiedereröffnet werden, aber vier weitere Häuser stehen noch leer. Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim fängt nun an, die Häuser 9 und 12 zu sanieren, schafft damit Wohnplätze für 1044 Studenten. Die Übernahme und die Instandsetzung kosten die Wohnungsgesellschaft etwa 150 Millionen Euro. Zum Start der Bauarbeiten stellten Bauminister Christian Bernreiter und Wissenschaftsminister Markus Blume (beide CSU) gestern vor Ort die Pläne vor.
Erbaut wurde die Studentenstadt im Norden der Stadt in den 1960er-Jahren. Ursprünglich verfügte sie über Wohnraum für über 2400 Studenten. Wegen des Sanierungsbedarfs sind derzeit nicht mal die Hälfte der Apartments bewohnt. Im Moment stehen „693 Studierende auf der Warteliste“ für einen Wohnheimplatz in der Studentenstadt, teilte eine Sprecherin des Studierendenwerks mit. In die Häuser 9 und 12 können die ersten Bewohner vermutlich nicht vor Ende 2027 einziehen.
Bernreiter verspricht: „BayernHeim wird hier langfristig aktiv bleiben. Wir haben eine Sozialbindung der Gebäude von 40 Jahren ausgelobt.“ Und: Die monatliche Kaltmiete pro Apartment beträgt maximal 280 Euro. Ich glaube, das ist für München ein guter Preis.“
GABRIELE WINTER