„Tosca“ für alle!

von Redaktion

BMW lädt Promis zum Empfang in die Staatsoper ein

Auch mit dabei: Florian David Fitz

Schauspielerin Christine Neubauer.

Oper für alle: 10 000 Zuschauer verfolgten die Aufführung von „Tosca“ auf der Großbildleinwand. © Tilgner/API

Blutverschmiert betritt Star-Tenor Jonas Kaufmann (55) den Königssaal der Bayerischen Staatsoper. Er wird gefeiert und beklatscht, von Schauspielerin Maria Furtwängler (57) umarmt und bejubelt. Über zweieinhalb Stunden verkörperte Kaufmann den Maler Mario Cavaradossi auf der Opernbühne, inklusive grauenvoller Hinrichtung. Sein Kunstblut wäscht er sich nicht ab.

Im Bühnenoutfit besucht der Opernstar nach der Vorstellung den Empfang, den BMW für etwa 100 Freunde und Kunden ausrichtet. Als Hauptsponsor hatte BMW, gemeinsam mit der Bayerischen Staatsoper, auch in diesem Jahr zur Oper für alle eingeladen, Giacomo Puccinis „Tosca“ stand auf dem Programm.

Bei der Liveübertragung aus dem Nationaltheater am Samstagabend auf dem Max-Joseph-Platz verfolgen 10 000 Zuschauer die Aufführung auf Großleinwand, gut 2000 füllen das ausverkaufte Nationaltheater. Auch Schlagerstar Patrick Lindner (63) und sein Mann Peter Schäfer sind dabei. „Wir waren vorgestern in Bayreuth und sind heute in der Staatsoper in München, das ist immer eine große Freude“, so Lindner.

Vor allem dem Auftritt von Jonas Kaufmann fiebert er entgegen. „Ich bin ein großer Fan von ihm, er ist ein ganz toller, großartiger Künstler“, schwärmt der Sänger, der den Tenor auch persönlich kennt. „Wir sind einmal zusammen auf einem Festwagen aufs Oktoberfest eingezogen.“ Die Oper „Tosca“ hat Lindner noch nie gesehen, deshalb lauscht er ganz gespannt der Werkeinführung.

Es geht um Liebe, um politische Intrigen, um Leidenschaft, Verstrickungen und Verrat. Stoff, der vielversprechend klingt, da sind sich die Empfangs-Gäste einig. Während die einen mit Fächern gegen die Hitze kämpfen, das Thermometer zeigt immerhin um die 30 Grad, genießen die anderen Roséwein, Weißwein, ein geeistes Gurkensüppchen mit Krabben, einen lauwarmen geräucherten Saibling oder feines Vitello Tonnato.

Seit 1997 sponsert BMW die Oper für alle in München „und wir werden das auch weiter tun, das kann ich Ihnen versprechen, wir haben den Vertrag für die nächsten drei Spielzeiten verlängert und auch Intendant Serge Dorny hat bis 2031 verlängert“, sagt BMW-Vorständin Ilka Horstmeier in ihrer Ansprache. Niederlassungsleiter Bernd Döpke ist zum fünften Mal dabei. Durch seine Mutter kam er zur Oper. „Die war schon immer ein großer Fan.“ Auch die Mama von Schauspieler Florian David Fitz (49) begleitet ihren Sohn gerne in die Oper. Dieses Mal kam er mit einem Kumpel.

„Mich begleiten immer unterschiedliche Leute“, sagt Fitz. Bei der Oper für alle ist er gerne Gast. Auch, weil es das einzige Mal im Jahr ist, wo er ein Opernhaus betritt. „Hier kann ich mein Opern-Wissen auffrischen, das ist für mich als Musikfan super.“ Fitz studierte nach dem Abitur Musik und Theater am Boston Conservatory at Berklee, schrieb mehrere Quartette und gründete eine A-cappella-Gruppe, bevor er als Mitglied einer englischen Theatercompany mit „The Rocky Horror Picture Show“ tourte. Von seinem Platz in der ersten Reihe, vor dem Orchestergraben, ist der Schauspieler begeistert. „Ich mag es, die Partituren mitzulesen.“
TERESA WINTER

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