Kündigungswelle beim HP8

von Redaktion

Wegen Wohnungsprojekt: Gewerbetreibende müssen raus

24 Gewerbetreibenden auf dem HP8-Areal wurden die Mietverträge gekündigt. © Marcus Schlaf

Beim Interims-Gasteig herrscht dicke Luft: Insgesamt 24 Gewerbetreibenden auf dem HP8-Gelände wurden zu Ende 2026 die Mietverträge gekündigt. Hintergrund der Kündigungswelle ist das SWM-Wohnungsprojekt, das ab Anfang 2027 den Bau von 450 Werkswohnungen und einer Kindertageseinrichtung vorsieht. Bisher hatte die Gasteig-Geschäftsführung versichert, dass die Mieter bleiben dürfen.

Die ausgesprochenen Kündigungen stoßen nun auf Protest bei den Mietern und beim Bezirksausschuss (BA) Sendling. Auf Initiative der SPD-Fraktion möchte der BA in einer Anfrage wissen, warum eine gemeinsame Nutzung nicht mehr möglich ist. Initiator Philip Fickel (SPD) fordert zudem, den BA proaktiv in die Beschlüsse auf dem Gelände einzubeziehen. „Die Mischung aus Kultur und Gewerbe an der Hans-Preißinger-Straße wird von allen Seiten als gelungenes Zusammenspiel gelobt. Deswegen verwundert es uns, dass nun die Beendigung von Mietverträgen angekündigt wird“, sagt SPD-Politiker.

Begonnen werden soll mit dem Rückbau der dortigen SWM-Ausbildungswerkstätte sowie zwei Gebäuden, in denen derzeit die Gasteig München GmbH Flächen belegt, heißt es auf Merkur-Anfrage. Zur Sicherstellung des laufenden Betriebs muss die Gasteig München GmbH jene Flächen auf den Mittelteil des Areals verlagern. „Dazu sind Vor- und Umbauarbeiten notwendig, weshalb die Stadtwerke München alle Gewerbe-Mietverhältnisse bis spätestens Ende Februar 2026 kündigen müssen“, so die SWM-Pressestelle. Die Gasteig München GmbH prüfe jedoch, ob einzelne Mieter im Rahmen der Flächenbedarfsplanung in Untermiete übernommen werden können.
SPR

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