Streit um Bayern-Spiel

von Redaktion

Fan klagt gegen Polizeieinsatz gegen Türkgücü – Präsidium entschuldigt sich

Der Polizeieinsatz im November 2022. © Lackovic/Imago

Mit seinem damals elfjährigen Sohn wollte er einfach nur das Spiel in Heimstetten sehen. Doch bei der Begegnung FC Bayern II gegen Türkgücü kam es im November 2022 zu einem Polizeieinsatz, um den bis heute gestritten wird.

Denn mit Schlagstock und Pfefferspray waren die Beamten kurz nach Anpfiff in den Bayern-Block gestürmt, um ein umstrittenes Banner einzukassieren. Verletzt wurde bei diesem Eingreifen auch der Bub, dessen Vater nun vor dem Verwaltungsgericht klagt. Er möchte die Rechtmäßigkeit des Einsatzes überprüfen lassen.

Vor Gericht kam es nun zu einer Entschuldigung. „Das Polizeipräsidium München bedauert, dass es zu Beeinträchtigungen bei Personen kam, die nicht unmittelbar in der Nähe des Banners waren“, sagte ein Anwalt der Polizei. Sie hatte zuvor oft beteuert, dass der Einsatz verhältnismäßig gewesen sei.

Nach nur 90 Sekunden war die Partie 2022 erst unter- und später ganz abgebrochen worden, weil die Polizei mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Bayernfans vorging. Obwohl der Bub weit entfernt vom Einsatz stand, bekam er das ätzende Spray in die Augen. Heute will das Gericht sein Urteil fällen.
ANDREAS THIEME

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