Adele, wo bist Du?

von Redaktion

Hier darf nicht fotografiert werden: Adeles Arena in Riem bei einem Konzert des Superstars.

Hier soll Adele wohnen: Das Rosewood an der Kardinal-Faulhaber-Straße.

Trinkt Adele hier auch mal ein Bierchen? Die Lobby des Rosewood Hotels an der Kardinal-Faulhaber-Straße.

Zumindest hier sieht man sie: Adele bei einem ihrer Konzerte in Riem. © Hartmann (2), Sven Simon, dpa

Keine Fan-Treffen, keine Autogrammstunde, keine Bilder aus dem Biergarten. Es ist, als gäbe es im Adele-Stadion einen Tunnel, aus dem sie auf- und wieder abtaucht. Adele, das U-Boot.

Andere Stars mischten sich in München lieber unters Volk: Michael Jackson hielt vor Fans mal sein Baby aus dem Fenster im Bayerischen Hof, AC/DC aßen im Juni in der Innenstadt, Ed Sheeran trank Bier im Wirtshaus. Und Adele? Wir machen uns auf Spurensuche. In der „Burger und Lobster Bank“ neben Adeles Nobel-Hotel Rosewood war die Sängerin bisher nicht, sagt ein Angestellter. Auch nicht in den Möbelgeschäften rundherum – dabei steht sie angeblich auf Innenrichtung. Und beim „Chinesen um die Ecke“, zu dem sie laut Interviews gerne geht, war sie auch noch nicht zu Gast. Ni hao? Nix da!

Adele, das Phantom: Angestellte vom Rosewood sagen, sie habe am Samstag Fans aus dem Hotel zugewunken. Nur: Fotos davon gibt es nirgends. Dann sei sie am Sonntag weggefahren, angeblich zum Flughafen. In einem schwarzen Mercedes, „der war gepanzert“, raunt ein Mitarbeiter.

Ist Adele zwischen den Konzerten also gar nicht in München? Vielleicht – sie könnte mit der richtigen Taktik aber auch durch München spazieren, sagt ein ehemaliger Personenschützer der Polizei. Er schützte Promis wie US-Präsident Joe Biden oder Hillary Clinton und weiß, wie man sie vor Fans (oder Schlimmerem) abschirmt: „Wir kennen Adele nur total geschminkt. Aber ohne Make-up, mit Sonnenbrille und Baseball-Cap – da erkennt die keiner. Und wenn sie und ihre Bodyguards sich wie die Masse kleiden, am besten Schwarz-Grau, und in einem normalen Tempo laufen, gehen sie auch in der Masse unter.“

Unterwegs arbeiten Personenschützer mit versteckten Hintereingängen und -einfahrten – oder Fake-Autos. „Da fährt die schwarze Limousine voraus, der Star fährt in einem normalen Wagen hinterher – und nimmt eine andere Route.“ Ein beliebter Trick wäre die Luft-Buchung: Adele residiert nicht, wie kolportiert, in ihrer 452-Quadratmeter-Suite im Rosewood, sondern hat sie nur zum Schein gemietet – und wohnt in einem anderen Hotel.

Sollte Adele auswärts essen (oder in ihr geliebtes Pub) gehen, „würde sie gleich den ganzen Laden für den Abend mieten – oder wenigstens für ein paar Stunden“, sagt der Personenschützer. „Das kostet zwar ein paar tausend Euro. Aber das ist für Adele ja kein Problem.“

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