Nach den tödlichen Schüssen von Polizisten auf eine Frau in einem Penny-Markt in Sendling (wir berichteten) erteilt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der Forderung nach einer Ausrüstung von Streifenbeamten mit Tasern eine Absage. „Der Taser ist kein ‚Allheilmittel‘ für gefährliche Einsätze, vor allem, wenn Täter mit Schusswaffen oder Messern ein sofortiges Handeln der Polizei erfordern“, betonte der Minister. „In hoch brenzligen und lebensgefährlichen Situationen könnte der Taser keine Wirkung haben, beispielsweise wenn die Elektroden die Kleidung des Angreifers nicht durchdringen können. Dazu kommt, dass der Täter das Messer beim Tasereinsatz durch die muskuläre Verkrampfung nicht zwingend fallen lässt.“ Neben den Spezialeinsatzkommandos sind laut Herrmann aktuell alle Unterstützungskommandos mit Tasern ausgestattet. Insgesamt verfügt die Polizei in Bayern über rund 230 Stück. Die Polizei meldete gestern, dass noch keine Obduktions-Ergebnisse der aggressiven Frau vorlägen, die die vier Beamten in dem Supermarkt mit einem Messer bedroht hatte und dann erschossen wurde.
MM