Adele-Arena wird zügig abgebaut

von Redaktion

Es war die Konzertbühne der Superlative, jetzt wandern die Einzelteile zu ihren Besitzern zurück: Die Adele-Arena in Riem wird abgebaut. „Alle Materialien wie Bühne, Technik, Stände waren angemietet und werden jetzt zurückgegeben“, sagt Sprecherin Katharina Wenisch vom Veranstalter Live Nation. „Nur die Pflanzen waren gekauft, die werden weiterverkauft.“ Sogar eine Teerfläche legten die Veranstalter Anfang Juli auf dem 75 000 Quadratmeter großen Areal an – für gutes „Rolling“, und damit Besucherinnen in Stöckelschuhen flanieren konnten. Auch diese wird wieder abgetragen, der verwendete Asphalt und darunterliegende Kies werden im Straßenbau verwendet.

Damit ist die erste Pop-up-Arena der Moderne Geschichte. Zwischen 2. und 31. August sahen sich hier mehr als 730 000 Fans insgesamt zehn Konzerte der britischen „Skyfall“-Sängerin an. Pro Abend passten 80 000 Zuschauer hinein, Karten gab es von 35 bis ungefähr 1250 Euro. 300 Meter breit war die Bühne, auf drei Laufstegen ging Adele ins Publikum, welches vorne stehen oder dahinter auf Tribünen sitzen konnte. Zusätzlich übertrug eine 220 mal 30 Meter große LED-Wand das Geschehen von der Bühne.

Doch so fantastisch der Bau war, so schnell muss jetzt alles weg. „Bereits als am letzten Konzertabend das letzte Lied erklang, standen die Bauarbeiter der Messe in Alarmbereitschaft daneben“, sagt ein Sprecher der Messe Riem. Der Abbau müsse Ende September abgeschlossen sein, weil dann die Fläche für die Bauma, die größte Messe der Welt, benötigt wird. Ihr Aufbau beginnt gleich nach der Wiesn. Somit muss die Bühne bis zum 10. September abgebaut sein, die Tribünen bis zum 21. September. Kies und Asphalt müssen bis 29. September weg. Was Live Nation der Messe München an Miete für die Fläche zahlte, wird nicht verraten. Nur so viel: „Der Veranstalter hat denselben Preis bezahlt wie alle anderen. Es gab keinen Aufschlag.“
ISABEL WINKLBAUER

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