Und schon ist September. Wo ist denn das erste Halbjahr überhaupt hin? Mir ist schon klar, dass viele Monate die gleiche Anzahl an Tagen haben. Januar und Juli zum Beispiel. Aber es kann mir keiner nehmen, dass der erstgenannte gefühlt mindestens zehn Tage länger dauert, oder? Wie dem auch sei. Der Herbst steht vor der Tür, und diese mache ich einfach noch nicht auf. Ich möchte noch ein bisschen Sommer haben. Das muss gar nix Spektakuläres sein, sondern einfach an einem Sonntag mit Freunden im Garten sitzen, ratschen und essen und essen und ratschen und viel lachen. Ein perfekter Sommertag. Mehr braucht es nicht.
Einige Münchner sind vielleicht noch in den Ferien und genießen die letzten Tage des süßen Nichttuns. Wo auch immer das ist und wie auch immer das Urlaubsziel ausgewählt wurde. Man muss schon überlegen, ob man wirklich fliegt, weil dann mit Gesprächspartnern nach dem Urlaub mit Sicherheit die Nachhaltigkeitsdiskussion ansteht. Also vielleicht doch lieber mit der Bahn. Aber kommt man mit der wirklich zuverlässig am Urlaubsort an? So einige Faktoren, die wir berücksichtigen möchten, wenn wir eine Reise tun.
Bei vielen ist vielleicht die ganze Familie mit dabei. Großeltern, Kinder und Haustiere. Andere nehmen sich von dem ein oder anderen lieber eine Auszeit. Da gibt es viele Varianten: a) Großeltern bleiben daheim, die kleine Familie fährt alleine. b) Großeltern bleiben samt Enkel daheim und hüten das Haustier. c) Großeltern bleiben daheim und passen auf das Haus, die Kinder und die Haustiere auf und kümmern sich auch noch um den Garten, sofern vorhanden. Doch jetzt habe ich was gehört, was ich mir gar nicht so richtig vorstellen kann: Manche der Urlauber nehmen auf dem Weg zu ihrem Reiseziel auch gerne einen Umweg über die Schweiz oder Österreich in Kauf, um dort jemanden abzugeben.
Ich dachte dabei sofort an ein „Familienmitglied“, als ich gehört habe: „Je nachdem, was die Besitzer bevorzugen, füttern wir ihn einmal oder zweimal.“ Als ich das gehört habe, dachte ich sofort an einen Hund oder einen Kater. Auf alle Fälle an ein Haustier. Aber weit gefehlt: Es handelt sich um Sauerteig! Ja, Sie haben richtig gelesen. Von der Liebe zum eigenen Teig und dem daraus gebackenen Brot habe ich schon gehört und auch probieren dürfen. Aber dass dieser auch als Familienmitglied bezeichnet wird, das ist mir neu. Und dass es für ihn – ohne Spaß – spezielle Hotels gibt. Dort wird sich ausschließlich um das Wohl des Teiges gekümmert. Ich konnte noch nicht recherchieren, ob es dort nur Einzel- oder auch Doppelzimmer gibt, Übernachtung mit Frühstück oder auch Vollpension und ob so ein Teig Wert auf einen Wellnessbereich legt. Ich werde aber weiter „forschen“ und wenn ich mir mein nächstes Sauerteig-Brot schmiere, achte ich auf alle Fälle genau darauf, ob es einen entspannten und gut erholten Eindruck macht.
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