Turbulenter Polizeieinsatz am Hauptbahnhof

von Redaktion

Betrunkener (30) will mit einem spitzen Gegenstand auf Kontrahenten losgehen

Nervenaufreibender Einsatz für eine Bundespolizei-Streife im Sperrengeschoss des Hauptbahnhofs: Am Montag gegen 22.50 Uhr stritten drei Personen lautstark. Plötzlich ging ein 30-jähriger Deutscher auf einen 53-Jährigen aus Tansania zu und hielt einen spitzen, metallischen Gegenstand in der geballten Hand. Die Beamten konnten zunächst nicht erkennen, um was es sich dabei handelte.

Daraufhin erfolgte die Androhung der Schusswaffe und die unmissverständliche Aufforderung, den Gegenstand sofort fallen zu lassen. Dieser Aufforderung folgte der 30-jährige Obdachlose unverzüglich. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Häkelnadel. Auf dem Weg zur Dienststelle wehrte sich der Mann und beleidigte die Polizisten fortlaufend mit Worten. Er musste aus dem Dienstwagen getragen werden. Auch seine Durchsuchung erfolgte zwangsweise und durch mehrere Polizeibeamte.

Im Gewahrsam musste der Obdachlose (Atemalkohol 2,88 Promille) ständig beaufsichtigt werden, weil er immer wieder versuchte, sich selbst zu verletzen, unter anderem durch Schlagen des Kopfes gegen die Zellentüre. Als er ankündigte, sich seine Zunge abzubeißen, wurden der Rettungsdienst und eine Streife der Landespolizei hinzugezogen. Nach dem Gespräch mit den Sanitätern willigte er ein, in eine psychiatrische Abteilung einer Münchner Klinik gebracht zu werden.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den bereits mit Gewaltdelikten auffällig gewordenen Mann wegen Bedrohung mit Waffe, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung.
MM

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