Ausgezeichnete Wirtshäuser

von Redaktion

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. © m. Götzfried

Auch im Weissen Bräuhaus lässt sich hervorragend schlemmen. © klaus haag

Bayerische Gerichte wie der Schweinsbraten sind weltbekannt. Auch der Donisl (o. re.) von Wirt Peter Reichert (li.) wurde ausgezeichnet. © Götzfried, Mühlbauer

Zwei Auszeichnungen prangen bereits an der Wand im Donisl am Marienplatz. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat gestern dort Urkunden an 24 bayerische Gastro-Betriebe verliehen – in den Kategorien „Ausgezeichnete bayerische Küche“, „Ausgezeichnete Bierkultur“ und „Ausgezeichnetes Bayerisches Festzelt“. Donisl-Wirt Peter Reichert hat fürs Lokal und das Wiesn-Zelt Bräurosl als einziger in allen drei Kategorien abgeräumt. Eine Genugtuung angesichts der vorangegangenen Kritik und Wiesn-Skandale (angebliche Handgreiflichkeit mit Sicherheitsmann und Hygienemängel). „Schön, dass gesehen wird, dass wir gut sind“, so Reichert.

Die Klassifizierung gibt es seit vielen Jahren: ein Gemeinschaftsprojekt des Landwirtschaftsministeriums und des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern. Vor allem regionale Produkte und Qualität spielen eine Rolle. Geprüft wird durch eine unangemeldete Kommission. Ministerin Kaniber wandte sich an die Wirte: „Sie sind die Botschafter unserer Heimat, die Hüter der Tradition, die kreativen Köpfe.“ Die ganze Welt esse gern bayerisch – „da geht es nicht nur um Weißwürscht und Leberkas. Und jeder versucht, gutes Bier zu brauen – wir können`s halt.“

Regionalität, Qualität und Frische zeichnet jeden der Geehrten aus. Donisl- und Bräurosl-Wirt Peter Reichert betont, dass es aber auch auf Details ankomme. „Uns ist beispielsweise eine langsame Zubereitung wichtig.“ Der Ochsenbraten (25,50 Euro) im Donisl etwa gart die ganze Nacht im Ofen. Bei gutem Bier sei auch wichtig, dass es der Schankkellner richtig und frisch einschenke. Seine Spezialität ist alte bayerische Küche wie die gebackene Kalbsbriesmilzwurst (16,50 Euro).

Außer dem Donisl sind 12 weitere für ihre Küche ausgezeichneten bayerischen Wirtshäuser aus Oberbayern, drei von ihnen (Giesinger Bräu, Kloster Seeon, Weisses Bräuhaus München) erhielten wie der Donisl zusätzlich das Bier-Siegel. Eine Übersicht:

Bio-Restaurant und Hotel Alter Wirt Grünwald: Das Restaurant hat einen grünen Michelin-Stern für besonders nachhaltige Gastronomie. Gelobt wird unter anderem der Bio-Schweinsbraten für 20,50 Euro.

Die Acker Alm (Neuburg an der Donau): Das Restaurant ist eng mit der Landwirtschaft verbunden. Bekannt ist die Acker Alm unter anderem für ihre Ochsenbacken (25 Euro) und den marinierten Schweinebauch (11 Euro).

Die Krone (Kinding): Die Nudeln in dem Familienbetrieb sind hausgemacht. Die scharfen Chilinudeln etwa gibt es für 14 Euro. Der Lammteller vom eigenen Schäfer kostet 20,90 Euro.

Giesinger Bräu (München): 20 eigene Biersorten hat der Bräu, besonders gefragt sind die Erhellung und das Alkoholfreie für 4,50 Euro. Auf der Karte ist auch immer eine Innerei mit dabei. Die Empfehlung ist das Brauhausschnitzel für 19,80 Euro.

Hotel Fuchsbräu (Beilngries): Das Wirtshaus legt Wert auf traditionelle Zubereitung. Was Felder, Flüsse, Wälder und Wiesen der Region über die Jahreszeiten hinweg bieten, findet sich auf der Speisekarte. Der Sauerbraten vom Juradistl-Weiderind kostet 20,90 Euro. Der Falafelbrätling mit Pfefferkäse überbacken kostet 17,80 Euro.

Hotel Landgasthof Hofmeier (Hetzenhausen): Zum Landgasthof gehört auch eine eigene Landwirtschaft mit unter anderem einem Damwildgehege. Das Hirschragout gibt es für 19,80 Euro.

Kloster Seeon (Seeon): Der Waller und der Hecht kommen hier direkt aus dem See vor der Tür. Die Empfehlung: Tafelspitz für 16,50 Euro, veganer Reis mit Gemüse für 16,50 Euro. Der Koch kocht auch Biergerichte: etwa Biergulasch oder Schoko-Dunkelbiermousse.

Landhotel zur Jurahöhe (Weilheim-Hard): Vom Bauern in der Nähe kommen unter anderem die Kürbisse für das Öl oder Gerichte. Die frische Schutterforelle aus der Zucht vor der Haustür kostet 18,90 Euro.

Spatenhaus an der Oper (München): Das Restaurant punktet mit aufwendig gemachter bayerischer Hausmannskost, wie zum Beispiel der Kalbsbrust mit Gemüsefüllung (28 Euro) oder geschnetzelter Kalbsleber (26 Euro).

Weisses Bräuhaus München: Das Gasthaus im Tal ist unter anderem bekannt für seine echte Münchner Kronfleischküche (Beispiel: Kalbslüngerl für 15,90 Euro). Die Schweinshaxe kostet 19,90 Euro. Die Auswahl an Bieren von der eigenen Brauerei ist riesig.

Wirtshaus am Spitalplatz (Landsberg am Lech): Wild ist eine der Spezialitäten, etwa die Reh-Ravioli für 18,90 Euro oder der Hirschrücken für 26,80 Euro. Der aus Wien stammende Wirt ist auch stolz auf seine Zwetschgenknödl und den Kaiserschmarrn (12,80 Euro).

Zum Franziskaner (München): Das Fleisch für den Franziskaner kommt ausschließlich aus Oberbayern. Der Tafelspitz kostet 23,90 Euro. Dank der großen Brauerei Anheuser Busch Inbev im Rücken verfügt das Restaurant über eine besonders große Biervielfalt.

Diese 14 Festzelte durften sich auch über eine Auszeichnung freuen: Armbrustschützenzelt, Boandlkramerei, Café Theres, Festhalle Schottenhamel, Festzelt Tradition, Fisch-Bäda Wiesnstadl, Fischer Vroni, Hofbräu-Festzelt, Hühner- und Entenbraterei Ammer, Münchner Knödelei, Münchner Stubn, Bräurosl, Schützen-Festzelt, Volkssängerzelt Schützenlisl.

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