Klasse, es geht los!

von Redaktion

Heute ist Schulstart – Unsere Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen

Ab in die Schule! Die sechsjährige Emilija aus der Isarvorstadt freut sich auf den Start. © Jens Hartmann

Stolz hält Emilija ihre Schultüte in der Hand und lächelt. Für sie und viele andere Kinder beginnt heute der Ernst des Lebens – so nennen manche zumindest sprichwörtlich den Schulstart. Bei Emilija überwiegt das Schöne. „Ich freue mich auf neue Freunde und bin schon gespannt auf die Lehrerin“, erzählt die Sechsjährige aus der Isarvorstadt. In München werden heuer 99 Kinder weniger als im Vorjahr eingeschult. Mehr Zahlen und Informationen zum Start:

Wie viele ABC-Schützen gibt es in der Stadt? In München gibt es laut Bildungsreferat heuer rund 13 000 Schulanfänger. Darunter sind 12 042 Kinder in 522 Klassen an den öffentlichen Grundschulen.

Was ist neu? Erstens: Münchens teuerste Schule ist fertig. Wie berichtet, soll das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (WHG) am Salzsenderweg (Bogenhausen) zum Schuljahresbeginn am heutigen Dienstag offiziell eröffnet werden. 1340 Jugendliche sollen dort lernen. Kosten für den Neubau: 121 Millionen Euro. Zweitens: Für viele Schüler – und je nach Schule für ganze Jahrgänge – gehört ein Tablet verpflichtend zur Ausrüstung. Außergewöhnlich außerdem: Bis auf wenige Ausnahmen wird in diesem Schuljahr an den Gymnasien wegen des Wechsels von G7 auf G8 kein Abitur geschrieben.

Wie sieht es mit der Digitalisierung an den Schulen aus? Sie schreitet laut Stadt merklich voran. Demnach waren Ende Juni 357 von 360 öffentlichen Schulen flächendeckend mit Wlan ausgestattet. Bis Jahresende soll der flächendeckende Ausbau der digitalen Großbildprojektion in Klassenräumen und Fachlehrsälen aller Schulen abgeschlossen sein.

Was ist mit der Ganztagsbetreuung? Der Versorgungsgrad für die ganztägige Bildung und Betreuung der Sechs- bis Zehnjährigen in Ganztagsschulen, Horten, Tagesheimen, Mittagsbetreuungen und Eltern-Kind-Initiativen insgesamt liegt stadtweit bei 83 Prozent. Damit bleibt die Zahl im Vergleich zum Vorjahr stabil. Im neuen Schuljahr wird das flexible Betreuungsmodell der Kooperativen Ganztagsbildung an 32 Grundschulen angeboten – zwei Schulen gehen im September neu an den Start.

Gibt es genug Lehrkräfte? Laut staatlichem Schulamt wurde die „schwierige Personalsituation“ durch die Einstellung von zusätzlichen Kräften auf Arbeitsvertrag an Grund- und Mittelschulen „etwas entlastet“. So „können wir den gesamten Unterricht laut Stundentafel und auch die zusätzlichen Fördermaßnahmen abdecken“, berichtet die leitende Schulamtsdirektorin Bettina Betz. Demnach werden die Mittelschulen in diesem Schuljahr wieder von Grundschullehrkräften unterstützt.

Wie entwickelt sich die Zahl der Schulwegunfälle? Laut Polizei ist sie zurückgegangen. Im Schuljahr 2023/2024 waren 103 Kinder oder Jugendliche unter 15 Jahren an einem Unfall auf dem Weg zur oder von der Schule beteiligt. Im Jahr zuvor waren es noch 112 gewesen, der Rückgang beträgt also acht Prozent.
REGINA MITTERMEIER,

THOMAS GAUTIER

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