Kosten im Quadrat

von Redaktion

Preise für Häuser & Wohnungen: Karte zeigt exakte Werte

Die Preis-Karte der Immo-Experten © Immowelt, Bodmer (1), Götzfried (2)

Wie viel ist meine Wohnung wert? Eine neue Preiskarte des Portals immowelt.de soll darüber genauen Aufschluss geben. In der „interaktiven Deutschlandkarte“ sind geschätzte Quadratmeter-Kaufpreise für Wohnimmobilien in der ganzen Republik verzeichnet. Das Besondere: Anders als auf bisherigen Karten lassen sich in dem neuen System auch Schätzpreise für einzelne Wohnungen und Häuser aufrufen. Für München kann man so Werte auch für einzelne Adressen herausfinden, Hausnummer für Hausnummer. So sieht man etwa nicht nur, wie sich Werte von Viertel zu Viertel ändern, sondern auch je nach Lage innerhalb eines Bezirks – und sogar innerhalb von Straßenzügen. Besonders teure Objekte werden dunkelrot angezeigt, eher günstigere Preise dunkelgrün.

Die Karte zeigt, dass das altbekannte Phänomen nach wie vor stimmt: Bezirke wie Altstadt-Lehel, Schwabing, Au-Haidhausen und Bogenhausen sind tendenziell teurer als Randlagen wie Ramersdorf-Perlach oder Aubing-Lochhausen-Langwied.

Besonders interessant wird die Mikro-Ansicht innerhalb der Viertel. Wir haben drei Bezirke unter die Lupe genommen: So zeigt sich etwa, dass innerhalb einer Mikrolage wie der Filzstraße in Schwabing die Preise ebenfalls variieren. Je näher ein Objekt am Englischen Garten liegt, steigen die Preise tendenziell – von 12 233 Euro pro Quadratmeter nahe der Leopoldstraße bis 13 449 Euro etwas weiter östlich nahe dem Englischen Garten.

Auch innerhalb Nymphenburgs schwanken die Preise je nach Lage – entlang des Kanals kostet der Quadratmeter verschiedener Objekte beispielsweise von 8 045 bis 11 517 Euro. Deutlich billiger ist es in Ramersdorf-Perlach: Hier liegen die Preise meist zwischen 6500 und 7500 Euro.

Doch wie kommt das Internet-Portal überhaupt auf diese genauen Werte für einzelne Viertel? In die Preisschätzung einer Immobilie fließen nicht nur Millionen von Immobilien-Angeboten ein, sondern auch Daten aus Gemeinden und Städten, die geografisch nah beieinander liegen und ein ähnliches sozioökonomisches Profil aufweisen. In Gebieten, die sich etwa in Bezug auf Bevölkerungsentwicklung, Kaufkraft und Bautätigkeit ähneln, entwickeln sich auch die Immobilienpreise sehr ähnlich. Angereichert mit realen Immobilieninseraten lassen sich so noch präzisere Preisschätzungen erstellen als bisher. So versucht das Portal, „lokale Marktdynamiken möglichst nah abzubilden“. Unterstützt wurde Immowelt dabei von Spezialisten.

Was das alles ganz konkret heißt, sehen Sie oben in der Umfrage: Wir zeigen ganz bildlich, wie hoch die qm-Preise wo sind. Mit Kreide haben wir jeweils genau einen Quadratmeter aufs Pflaster aufgezeichnet und den Preis dazu notiert, der laut Immowelt genau an jener Stelle gilt.
LIM, LEA, HJU

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