Marlon und Jackie Jackson mit zwei Party-Schönheiten. © Tilgner/API
Lächeln, immer nur breit lächeln und die Augen hinter dunklen Sonnenbrillen verbergen. The Show must go on, auf der Bühne genauso wie im Wohnzimmer, das macht für die drei funky Jackson-Brüder keinen Unterschied. Sie wissen eh nicht, wenn sie da gerade im Arm halten, meist sehr blond, langbeinig und nicht mal halb so alt, wie sie selbst. Lächeln! Jackie und Marlon geben die nahbaren Superstars, Tito fläzt lieber auf der Couch, Kräfte sparen, denn eigentlich sind sie ja in München, um den Circus Krone zu rocken. 50 Jahre nach ihrem ersten Auftritt! 1972 waren sie da, damals noch als Jackson Five mit Brüderchen Michael, der später zum schillernden King of Pop wurde.
Und Michael Jackson und seine unzähligen Schönheitsoperationen sind auch der Grund, warum die drei Jacksons am Montagabend bei Bruce Reith auf der privaten Wohnzimmercouch sitzen. Reith, Münchner Schönheits-Doc mit umfangreicher, prominenter Kundenkartei, operierte einst Michaels persönlichen Assistenten, Frank, „von Kopf bis Fuß“. Doch als der Stern des King of Pop verglühte, blieben die vielen Rechnungen unbezahlt, eine gut fünfstellige Summe, verrät Reith. „Dass die drei Jacksons jetzt bei mir auf der Party sind, ist so eine Art Wiedergutmachung“, sagt Reith, der die drei Brüder mit einem Fahrer aus ihrer Suite vom Bayerischen Hof abholen ließ. Hat er an ihnen auch schon was gemacht? „Nein, die habe ich noch nicht operiert.“
„Wir sind auch hier, um Musik zu machen“, so Jackie. „Endlich spielen wir wieder in München, es sind tolle Fans hier.“ Das Singen überlassen sie bei der Party allerdings der lokalen Prominenz, wie Gregor Glanz, der es bewundernswerterweise sofort schafft, die Party-Gemeinde weg vom Selfie-Machen zum Tanzen zu bringen. Dazu gibt’s reichlich Schampus auf Eis, Roséwein und Red Bull. Und die Polizei. In dieser Nacht hat es keine drei Stunden gedauert und die Beamten standen unten an der Tür. „Sie drohten, die Anlage mitzunehmen. Dann hätte ich sie wenigstens nicht selbst heruntertragen müssen“, scherzt Reith.
Für seine mittlerweile legendären Partys in seinem Penthouse hinter der Asamkirche rührt der Beauty-Doc einen zuverlässigen Gäste-Cocktail an: wenige Superstars, eine Handvoll wichtiger Männer, wie Anwälte, Konzertveranstalter, Fußballspieler, Unternehmer und viele, viele Mädels in knappen Outfits und gemachten Lippen. Dass die Party-Gemeinde bei ihm durchs Schlafzimmer stöckelt, sich gern mal zu zweit im Badezimmer einschließt und sich in jedem Winkel seines Penthouse breitmacht, gehört halt einfach dazu. The Show must go on! Und dabei das Lächeln nicht vergessen!
MARIA ZSOLNAY