Entspannt flanieren auf dem Corso Leopold. © Götzfried
Autofrei 2000, Streetlife Festival, Wirtefest – der Corso Leopold hatte in seiner Geschichte einige Namen. „Aber geht man nicht nach dem Namen, hat das erste Fest seiner Art genau vor 30 Jahren stattgefunden“, sagt Lars Mentrup, SPD-Stadtrat und verantwortlich für das Festival im gleichnamigen Veranstalterverein. Auch der Corso Leopold feiert Geburtstag, seinen 20. Das Wichtigste ist aber laut Mentrup: „Die teilnehmenden Künstler, Vereine, Wirte und Institutionen sind das Festival! Es ist von Vielfalt und Buntheit geprägt. Das gilt heute wie damals.“
Zum Jubiläum dürfen sich die Münchner auf zehn Musik- und Diskussionsbühnen sowie zahlreiche Stände aus den Bereichen Kunst und Politik freuen. Eine Besonderheit auf dem zwei Kilometer langen Fest auf der Leopoldstraße wird das „Theater der Corsaren“. Niklas Keck, Sohn des Corso-Leopold-Vorsitzenden Andreas Keck, übernimmt die Bühne für Elektro, House, Techno und Hiphop. „Die Bühne ist jetzt größer, und wir haben ein tolles Sound-System“, verspricht der Marketing-Student. Auf der „Meile der Demokratie“ werden heiße Themen diskutiert, unter anderem „Verkehrsplanung in München“ oder „Militär und Zivilgesellschaft“. Der neue Leiter der Lach- und Schieß, André Hartmann, tritt auf, Musiker Ecco Meineke, Sängerin Caro Kelley und viele mehr. Das Programm gibt es unter www.corso-leopold.de.
Wichtig: „Das Festival findet auch bei Regen statt“, betont Andreas Keck, „denn in einer Metropole wie München können wir nicht einfach verschieben.“ Sollte es nass werden, können die Besucher sich am Stand der Vins de Loire aufwärmen. Die sollten schon im Juni am Corso Leopold gastieren, erlitten aber während der Anreise drei Reifenpannen. Am Wochenende wollen die Winzer nun ihre frischen Weißweine unbedingt den Münchnern präsentieren.
IWI