Landtags-Politikerin Julia Post.
Der Ikea in Eching bei München öffnete bereits im Jahr 1974 seine Türen.
Der schwedische Möbelriese Ikea hatte die Pasing Arcaden gekauft. © Schaefer, Gregor, Simon
Klippan, Billy & Co: Nach dem Kauf der Pasing Arcaden durch den Möbel-Riesen Ikea hatten sich bei so manchem Bürger erste Sorgen breit gemacht, das schwedische Unternehmen könnte das nächste Mega-Einrichtungshaus am Bahnhofsplatz errichten. Folgen: mehr Verkehr und ein Wegfall der vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. „Die Pasing Arcaden sind für unseren Stadtteil enorm wichtig“, sagt die Landtagsabgeordnete Julia Post (Grüne). „Mit zahlreichen Cafés sind sie auch ein beliebter Treffpunkt.“
Und das soll so bleiben. Wie Post unserer Zeitung verriet, will Ikea die Pasing Arcaden grundsätzlich in der bestehenden Form erhalten. „Ich freue mich sehr, dass uns all dies vor Ort erhalten bleiben und sogar gestärkt werden soll“, sagt Post. Ikea ist der größte Einrichtungshändler der ganzen Welt. Im Jahre 2023 betrieb der Möbel-Riese 467 Filialen weltweit, davon allein in Deutschland 54. Erst Mitte Dezember hatte die Ikea-Schwester Ingka Centres, der die Immobilien der Schweden formal gehören, das 46 300 Quadratmeter große Einkaufszentrum im Münchner Westen für stolze 388 Millionen Euro vom französischen Immobilien-Riesen Unibail-Rodamco-Westfield erworben. Und der soll die Arcaden auch für eine Übergangszeit von bis zu 24 Monaten weiter betreiben.
Zunächst war unklar, was danach passiert. Ikea hat bereits zwei Einrichtungshäuser in Eching und Brunnthal. In den Pasing Arcaden hat der Konzern seit Oktober 2023 ein Planungsstudio, etwa für Küchen oder Einrichtung. Und dabei soll es wohl auch bleiben, wie Karoline Nader-Gräff von der Ikea-Gruppe im Gespräch mit Post mitgeteilt hat. „Wir sehen, dass ein starker Nahversorungsanteil in den Arcaden erhalten bleiben muss.“ Erst im vorigen Jahr habe Ikea ein Einkaufszentrum in Paris erworben und dort eine der Flächen genutzt. „Die anderen 200 Mieter sind weiterhin da.“
Post: „Im Gespräch wurde deutlich, wie sehr die neuen Eigentümer an den Standort glauben und Lust darauf haben, ihn gemeinsam mit den Pasingern weiterzuentwickeln. Das sind gute Nachrichten für unser Viertel!“
SASCHA KAROWSKI