Projekt für Waisenkinder

von Redaktion

Für den guten Zweck: Prinz Asfa-Wossen Asserate und Missio-Botschaftern Uschi Dämmrich von Luttitz. © Thedens

Stolz ist Prinz Asfa-Wossen Asserate auf die 3000-jährige Geschichte seines Heimatlandes Äthiopien. Zugleich schämt sich der Großneffe des letzten Kaisers Haile Selassie derzeit für sein Land. Der Grund: Abiy Ahmed Ali, seit 2018 Ministerpräsident des Landes. 2019 noch war ihm der Friedensnobelpreis verliehen worden für seine Aussöhnungspolitik mit dem nördlichen Nachbarland Eritrea. Ein Jahr später jedoch kam es zu einem Bürgerkrieg, der 1,1 Millionen Tote forderte. Prinz Asserate gibt dafür Abiy Ahmed Ali die Verantwortung. „Ich gehörte zu den größten Verehrern dieses Mannes. Er ist die größte Enttäuschung der vergangenen fünf Jahre.“

Bei einem Empfang von Missio München gab der Äthiopier Einblicke in sein Heimatland, in dem das Internationale Katholische Missionswerk viele Projekte fördert. Missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber und Missio-Botschafterin Uschi Dämmrich von Luttiz, die im Mai Äthiopien besucht hatten, stellten vor Förderern das Waisenhaus St. Clare in Harar vor, das Missio-Weihnachtsprojekt. Hier leben 42 Kinder in ihrem neuen Zuhause. Als Unterstützer von Missio waren auch der ungarische Generalkonsul Gábor Tordai-Lejkó und die Unternehmerinnen Evi Brandl (Vinzenz Murr), Marianne Wille (Dallmayr) und Regine Sixt in das „Haus der Weltkirche“ gekommen.
CM

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