Die Hackerbrücke ist verrostet. Das Bauwerk muss dringend saniert werden. © Schlaf
Die Carolabrücke dient als mahnendes Beispiel. Die Elbbrücke in Dresden war am 11. September eingestürzt – ohne jede Vorwarnung. So etwas soll in München möglichst vermieden werden. Deshalb wird die Hackerbrücke ab 2027 saniert. Die Arbeiten sollen bis nach dem Oktoberfest 2029 andauern.
Bei der aus Schweißstahl bestehenden Brücke aus dem 19. Jahrhundert ist vor allem der Rost ein Thema. Die Stadt hatte wegen Korrosionsschäden bereits die zulässigen Lasten auf 18 Tonnen reduziert. Eine Instandsetzung sei unumgänglich, heißt es in einer Vorlage für den Stadtrat. Die Sanierung muss zudem mit der Deutschen Bahn koordiniert werden. Unter der Hackerbrücke verlaufen schließlich 26 Gleise. Und die Bahn will im Rahmen des Neubaus der zweiten Stammstrecke auch die S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke herrichten.
Die Verwaltung arbeitet derzeit noch an einem Detailplan. Klar scheint bisher allerdings: Die Brücke wird für fast drei Jahre für den Verkehr gesperrt, Fußgänger und Radfahrer sollen sie aber noch passieren können. Autos werden über die Donnersbergerbrücke und die Paul-Heyse-Unterführung umgeleitet. Zur Wiesn soll die Baustelleneinrichtung zu einem großen Teil aus Sicherheitsgründen entfernt werden.
SKA