Krimi um 260 000 Euro

von Redaktion

Ist Zoran K. ein Gutmensch oder Abzocker?

War er ihr engster Vertrauter – oder ein gnadenloser Abzocker? Es ist ein wahrer Krimi, der sich am Freitag vor dem Amtsgericht um einen 29-Jährigen abgespielt hat: Zoran K. (Name geändert) soll eine Frau um 260 000 Euro erleichtert haben. Tatsächlich hatte die Frau ihm aber am 7. November 2023 eine Generalvollmacht ausgestellt. Laut Staatsanwaltschaft hob Zoran K. in den folgenden Wochen 20 Mal Geld von ihrem Konto ab. Wegen Untreue wird ihm jetzt der Prozess gemacht.

Zu den Vorwürfen schwieg der Angeklagte. Vor Gericht wurde bekannt: Die Frau (67) ist vor wenigen Tagen verstorben. Lässt sich dieser Fall womöglich nie aufklären? Denn entscheidend ist, wie die Beziehung von Zoran K. zu Renate Z. (Name geändert) tatsächlich war. Sie hatte ihn als Gartenhelfer engagiert, danach soll das Verhältnis immer inniger geworden sein. Zum eigenen Sohn hatte Renate Z. laut Anklage „seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr“.

Am Amtsgericht München wurden nun Personen vernommen, die beide kannten. „Es ist aber unklar, welche Summen dem Angeklagten überhaupt zugeflossen sein sollen“, sagt sein Verteidiger Herrlin Markja. In Bezug auf die Abhebungen müsse „ermittelt werden, ob die Zustimmung jeweils im Einzelfall erforderlich war“, fügt er an.

Zoran K. drohen vier Jahre Haft, in dem Fall müsste er das gesamte Geld zurückzahlen. Oder es gibt einen Freispruch – und er wäre reich. Die Fortsetzung des Prozesskrimis folgt am 17. Dezember.
THI

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