Mieten auf Zeit in der Ami-Siedlung

von Redaktion

Der Ärger der Bewohner der ehemaligen amerikanischen Siedlung am Perlacher Forst ist groß. Nicht nur wegen der Pläne der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) für eine Nachverdichtung und Umgestaltung. Auch darüber, dass in der Siedlung immer mehr wertvoller Wohnraum zum Teil seit Jahren leer steht. Es gehe darum, den von Abriss betroffenen Mietern für den notwendigen Umzug Ersatzwohnungen in der Siedlung anbieten zu können, rechtfertigt sich nun die BImA. Dabei wolle man die Zahl der Leerstände eigentlich so gering wie möglich halten. Die Grünen-BA-Fraktion aus Obergiesing-Fasangarten schlug deshalb vor, einfach Zeitmietverträge abzuschließen. Diese Idee will die BImA nun offensichtlich aufgreifen. Man werde prüfen, inwieweit eine zeitlich begrenzte Zwischenvermietung – zum Beispiel an Studierende – möglich sei. Die temporäre Zwischenvermietung erscheine eine realistische Vorgehensweise zu sein. Die Grünen monieren, dass ein dauerhafter Leerstand über den langen Zeitraum für das nötige Bebauungsplanverfahren angesichts der Münchner Wohnungsnot nicht hinnehmbar sei. Zudem stelle dies eine Zweckentfremdung dar und sei eines Bundesunternehmens nicht würdig.
ICK

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