Das Collier von König Ludwigs Schwester

von Redaktion

Royales Schmuckstück erzielt spektakulären Rekordpreis von 156 000 Euro

Das Collier aus dem Besitz Amalie Augustes von Bayern, der Schwester Ludwigs I. © Walter Bayer

Ein Collier aus dem Besitz von Prinzessin Amalie Auguste (1788-1851) ist nun beim Münchner Auktionshaus Neumeister versteigert worden. Der Schätzpreis lag zwischen 20 000 und 30 000 Euro, ersteigert hat es ein französischer Kunsthändler. Für spektakuläre 156 000 Euro! Mehrere Museen, Sammler und Händler bemühten sich um das Juwel.

Auguste Amalie musste 1806 den Stiefsohn Napoleons, Eugéne Beauharnais, heiraten, damit ihr Vater König von Bayern werden konnte: Maximilian I. Joseph. Zudem wollte sich Napoleon, Abkömmling einer verarmten korsischen Landadels-Familie, an eine alte europäische Dynastie anschließen und Verbündete sichern. Wider Erwarten wurde die Ehe von Auguste und Eugéne glücklich.

Der aufwendig gearbeitete Goldschmuck sei laut Neumeister „charakteristisch für die Juwelierkunst im Stil der Mode des beginnenden 19. Jahrhunderts“. Im Mittelpunkt befindet sich ein Anhänger mit dem Profilbild König Max I. Joseph. In die Kette eingesetzt sind acht Medaillons mit auf Elfenbein gemalten Porträt-Minitaturen, die Augustes Mann Eugéne und die sieben gemeinsamen Kinder zeigen.
MBI

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