Wann unsere Märkte wieder frisch sind

von Redaktion

Innenstadt, Pasing und Wiener Platz: Das ist der Zeitplan für die Standl-Sanierungen

Am Wiener Platz könnte die Stadt schon 2025/2026 mit der Sanierung beginnen.

Wäre der letzte Markt an der Reihe: Der Umbau am Pasinger Viktualienmarkt steht erst 2028 an.

Der Umbau des Viktualienmarktes soll wohl erst 2027 erfolgen. © Hangen, Schlaf, Schwarzbauer, Gregor

Dass der Viktualienmarkt saniert werden muss, ist seit Jahrzehnten bekannt. Ein Merkur-Kollege sagte, er habe schon in seiner Probezeit darüber geschrieben. Der Mann ist 58. Und ob er vor der Rente noch über die Fertigstellung des Umbaus schreiben kann, ist offen. Denn wie berichtet soll sich die Sanierung erneut verzögern. Jetzt ist auch klar, wie lange. Die Stadt hat einen Zeitplan erstellt, wann unsere Märkte wieder frisch werden sollen. Demnach ist die Sanierung des Viktualienmarktes ab 2027 geplant. Den Umbau der Standl am Wiener Platz soll der Stadtrat Anfang nächsten Jahres beschließen, die Umsetzung könnte 2025/2026 erfolgen, da die Verwaltung die Arbeiten selbst durchführt. Die Sanierung des Marktes in Pasing ist erst ab 2028 vorgesehen.

Wegen der erneut verschobenen Sanierung des Viktualienmarktes hatte es Kritik gegeben (wir berichteten). Vor allem die Händler wünschten sich Planungssicherheit. Problem ist, dass bei der Stadt das Geld nicht mehr vorhanden ist. Nicht zwingend notwendige Investitionen sollen daher möglichst geschoben werden. Es gilt zudem Synergien zu schaffen. Das soll nun mit der Sanierung des Viktualienmarktes gelingen. Der erste Abschnitt der Sanierung des Viktualienmarkts soll auch daher erst 2027 angegangen werden, weil die Stadtwerke München (SWM) dort zeitgleich eine Fernwärmetrasse verlegen. So muss der Asphalt nicht zwei Mal aufgerissen werden.

Grüne und SPD im Rathaus wollen nun sicherstellen, dass mit dem ersten Abschnitt der Sanierung des Viktualienmarktes tatsächlich 2027 begonnen werden kann. In einem gemeinsamen Antrag fordern sie die Verwaltung auf, einen konkreten Plan vorzulegen, wie und was zu welchem Zeitpunkt umgesetzt wird. Zudem sollen auch die Wünsche der Münchner berücksichtigt werden, die bereits 2017 in einem Bürgergutachten zusammengefasst wurden.

Darin war unter anderem die Bitte geäußert worden, dass regionale Lebensmittel im Vordergrund stehen sollen. Zudem besteht der Wunsch nach einem Markt, an dem man sich hinsetzen und verweilen kann. Wichtig war den Teilnehmenden, in den Abteilungen I und III, direkt gegenüber der Metzgerzeile und an der Ecke Blumen-/Reichenbachstraße, die Struktur der kleinen Nachkriegshäuschen zu erhalten. Grüne und SPD wollen nun dargestellt haben, ob und falls ja wie diese Ideen in den nächsten Jahren umgesetzt werden können.

„Dank des Gutachtens wissen wir genau, was sich die Münchner für ihren zentralsten Markt wünschen“, sagt Anna Hanusch (Grüne). „Wir wollen diese Wünsche für die Umsetzung weiter als Richtschnur nehmen.“
SASCHA KAROWSKI

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